Region Pilsen             Plzeňský kraj

Die Region Pilsen im Südwesten des Landes  zählt zur drittgrößte Region in der Tschechischen Republik. Die Region hat die längste Grenze mit Bayern von Hof (Oberfranken)  bis Passau (Niederbayern). Bei der Einwohnerzahl steht die Region Pilsen am neunten Platz von insgesamt vierzehn. Die Goldene und Verbotene Straße treffen sich von Tachov oder Rozvadov kommend in Kladruby oder Stribro dann geht der Weg weiter über Pilsen bis Rokycany im Osten. Wer keine Zeit hat, der fährt auf der Autobahn, der Via Carolina. Was dazwischen liegt, ist kaum bekannt, aber nicht uninteressant. Der Weg der Goldenen Straße durchdringt ein Gebiet, dass ebenfalls seine Reize und Kulturgüter besitzt. Besuchen Sie die Orte entlang der Altstraße von Tachov bis Rokycany in unseren Webseiten.

Einen beträchtigen Gebietsteil der Pilsner Region bedecken bewaldete Höhenzüge, von denen die bedeutendsten der Böhmerwald im Süden (gegenüber der Bayerische Wald), der Oberpfälzer Wald im Südwesten (gegenüber der Cesky les) und die Höhen der Brdyberge im Osten. Die Region bereichern gleichfalls zahlreiche Wasserflächen und Flüsse. Das ganze Gebiet ist beliebtes Wandergebiet und zum Fahrradfahren. Im Wintersport ist der Böhemwald führend.

Zentrum der Region ist die Stadt Pilsen. Die Stadt wird weltweit mit der Bierbrauerei der Marke  Pilsner Urquells verbunden. Das historische Zentrum Pilsens, gegründet 1295 vom tschechischen König Wenzel II. Entstand planmäßig am Zusammenlauf vierer Flüsse, die anschließend in der Berounka weiter zur Moldau fließen. Derzeit hat  Pilsen zirka 170.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt in der Tschechischen Republik. Den Sitz eines Bischofs verdankt Pilsen Papst Johannes Paul II.

Von der Grenze bis ins Pilsen Becken befinden sich kaum größere Städte, analog zur Oberpfalz, das war schon vor 1945 so. Die Kreisstädte Klattau (Klatovy), Taus (Domažlice), Tachau (Tachov) und Rokitzan (Rokycany) haben ihre Rolle als Kreisstadt verloren. Im Gestärkte wurden von den Aufgaben her Orte mit  geringerer Bevölkerung.wie u.a Mies (Stříbro), Haid (Bor), Plass (Plasy), Schüttenhofen(Sušice), Kralowitz (Kralovice), Bischofteinitz (Horšovský Týn), Pschestitz (Přeštice) oder  Nepomuk.

Land der Choden

Westböhmen ist auch das Gebiet der Choden, einem slawischer Stamm, den die Premislyden Fürsten um die Wende des ersten Jahrtausends als Grenzwächter vom Osten her kommend ansiedelten und mit enormen Freiheiten, wie Jagdrecht, Gerichtsbarkeit, Waffen tragen bedachten. Das Chodengebiet zieht sich von Tomašlice (Taus) hinauf bis Plana (Plan). Entrechtet wurden die Choden nach der Schlacht am Weißen Berg im Jahre 1620, sie kämpften auf der Seite des unglücklichen "Winterkönigs", die Habsburger bestraften dies unerbittlich. Der Chodische und tschechischsprechende Siedlungsgürtel bei Taus, ging bei Furth im Wald und Eschlkam bis an die bayerische Grenze. Das war an der gemeinsamen Grenze zu Bayern sonst nirgendwo der Fall.

Quelle: Tandem Regensburg