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Auf der Goldenen Straße von Prag bis Podiebrady an der Elbe

Prag Altstädter Ring

Nach dem Umladen der Waren aus Nürnberg ,ging der Weg der Breslauer Kaufleute weiter nach Osten.

 

Auch hier bestimmte der böhmische König den Weg durch Ostböhmen in die schlesischen Grafschaften bis Breslau.

 

Die Fahrt führte durch den Pulverturm - bis das berühmte Gemeinde -haus im Jugenstil erbaut wurde-  vergingen noch einige Jahrhunderte. Neben dem Pulverturm befand sich ein Königspalast, der u.a. von Wenzel IV. genutzt wurde.

 

Doch wie verlief der weitere Weg durch Prag in Richtung Breslau? Dies herauszufinden, dauerte schon aus Zeitgründen etliche Jahre, schließlich hat die intensive Bebauung vieles verändert. Nach dem Stadtteil Vinohrady stand mir der Zufall "Pate". Bei einem Aufenthalt im Begegnungshaus der Katholischen Kirche Maria Poli im Osten Prags, machte ich mich gezielt auf die Suche und stieß ich in Horni Pocernice durch Zufall auf einen Straßennamen , der mich faszinierte: NACHODSKA- das muss der Weg gewesen sein: Nachodstraße!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Prag 9 - nach Horni Pocernice

Die Straßen die von der Nachodska zurück ins Zentrum führen, sind ebenfalls bezeichnend und beweisen den Weg. Hier werden die weiteren Orte in Richtung Nachod aufgenommen: Chlumetzka (Chlumetz). Podebradska (Podiebrady). wie eine Perle reihen sich sich aneinander. Es ist die Straße mit den Nummern 10 und 611. Der Stadtteil Horni Pocernice hat keine bauliche Verbindung mehr zur Prag.

 

Bild: Pfarrkirche zur Hl. Ludmilla in

Horni Pocernice, daneben eine Schule und ein Schloss, das 2006/07 mit Mitteln der EU renoviert worden ist.

 

 

 

 

 Weiter geht der Weg auf einer gut ausgebauten Straße vorbei an oder durch kleinere Ortschaften.

 

 

 

 

 

 

 

Nehvizdy

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mochov

Velenka

 

 

 

 

Mochov

Die Umgehungsstraße verlassend, zeigt die Bergkirche den Charakter einer "Kirchenburg" und ist von einedicken Mauer umgeben. Der Ort zieht sich um die Kirche herum.

 

 

 

Das Wappen von Mochov erinnert ein wenig an den Schlesischen Adler.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sadska  mit dem Stadtwappen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vor dem Rathaus befindet sich ein großer Platz mit einer Mariensäule und den böhmischen Heiligen. Im Vordergrunder heilige Wenzel.

Die Kirche liegt hoch auf einem Hügel über der Stadt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Kostelni Lhota -  Piskova Lhota

 

-ohne Text-

 

Podiebrady Kurort an der Elbe

Die kaum fünfzig Kilometer von Prag entfernte Stadt Podìbrady kann auf eine über tausendjährige Geschichte zurückweisen. In der fruchtbaren Elbniederung und besticht sie durch ihren malerischen Eindruck. Eine erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1224. An der einstigen Ansiedlung wurde später eine Burg errichtet, die den nahen Handelsweg von Nürnberg über Prag nach Breslau und die Furt (alte Bezeichnung „Stadt an der Furt“) über die Elbe bewachen sollte.

 

 

 

Burg und Schloss

Die alte Burg aus der ersten Hälfte des 12. Jahrh. geht auf die Familie der Slavonikenfürsten, aus der auch der Heilige Adalbert stammt,  zurück. Unter der Regierungszeit von Prezemysl Ottokar II. wurde die Burg erweitert und ob ihrer strategischen Lage an der Elbe als Wasserburg ausgebaut. Nach vielen Umbauten ist sie bis heute erhalten geblieben.

 

Als Mitgift gelangte die Burg in die Hände der Familie Kunstat aus deren Geschlecht König Georg (geboren am 23. April 1421) stammte und Ahnherr der britischen Königin Elisabeth II. ist. Diese Familie baute die Burg im 14. und 15. Jahrhundert erneut aus, erweiterte die Wassergräben und hob so den Wasserspiegel.

 

 

 

 

 

 

Bild:

Unter dem Habsburger Ferdinand I. erfolgte ein Umbau im Renaissancestil.  Kaiserin Maria Theresia ließ durch einen italienischen Architekten barocke Umbaumaßnahmen durchführen.

 

 

 

Zuletzt befand sich die Burg von 1885 bis 1912 im Besitz der Fürsten von Hohenlohe. Heute sind im Schloss nur zwei Räume zugänglich, die Burgkapelle und das Geburtszimmer von König Georg von Podiebrad (Jirí z Podìbrad). Der Rest wird von der Universität Prag und anderen Institutionen genutzt.

 

König Podiebrad

Georg, der sich nach seinem Heimatort benannte, erhob im 15. Jahrhundert Podìbrady zur Königsstadt. Der Böhmenkönig, der auch als Hussittenkönig in die Geschichte einging, verstand es „ein zweierlei Volk“ (katholisch und hussitisch) zu regieren und versuchte 1644 durch die  Sendung von Botschaftern an alle europäischen Königshöfe eine „europäisch christliche Einigung“ zu erzielen, die jedoch durch die Egoismen der damaligen Kleinfürsten auf Unverständnis stieß.

Bild: Bedeutsam die mächtige Reiterstatue von König Georg, erschaffen von Bohuslav Schnirch. Sie gilt als ein Meisterwerk der tschechischen Monumentalplastik aus dem 19. Jahrhundert und wurde bereits bei der Weltausstellung in Paris gezeigt und 1896 feierlich in Podebrady enthüllt.

 

 

Die Stadt Podibrady

Kunsthistorisch gesehen verkörpert die Stadt Podiebrady heute die Jugendstil-Zeit.

Weitere bedeutsame Gebäude und Denkmäler: Die Mariensäule auf dem Markt aus dem Jahre 1756. Das alte Rathaus, in dem heute die Stadtbücherei untergebracht ist.

Das Spital neben dem Stadtmuseum, es wurde 1444 von der ersten Frau Georg Podiebrad, Kunigunde von Sternberg gestiftet. Die alten Menschen die hier im 17. Jahrhundert lebten, mussten täglich für das Wohl der Habsburger Dynastie beten.

 

Bedeutendes tschechisches Kurbad

Bereits im 17. Jahrhundert wurde an einer eisenhaltigen kohlensauren Quelle ein kleines Heilbad errichtet. Über die Entdeckung der Quelle berichtete bereits 1722 Comenius. Die neuzeitliche Geschichte der Kurstadt geht auf die letzten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts (Bad Podebrad) zurück. Als in Podìbrady eine weitere, beträchtlich ergiebigere Mineralquelle mit hohem Kohlen- dioxid-, Magnesium- und CaIcium-Gehalt erschlossen wurde, gewann der Ort den Ruf eines Heilbades. Das heilkräftige Mineralwasser, das flache Gelände der Elbniederung und die niedrige Seehöhe (185 m) führten dazu, dass sich das Heilbad Podìbrady von Anfang an auf die Behandlung von herzkranken Patienten spezialisierte.

Als wichtigstes natürliches Heilmittel kommt in Podìbrady kohlensaures Mineral- wasser zur Anwendung. Hautptindikation sind Herz- und Gefäßkrankheiten, Diabetes mellitus und die damit zusammenhängenden Komplikationen sowie Bewegungsstörungen. Heute ist das Kurareal von einer ausgedehnten Parkanlage umgeben, die gemächlich fließende Elbe wird auf beiden Seiten von grünen Auenwäldern gesäumt.

Podìbrady hat sich auch durch die Herstellung Kristallglases einen Namen gemacht. 

Im Mai gibt es Tage der Poesie, Internationales Pferderennen;  König – Georg –Festtage im Juni.

 

AUSFLÜGE IN DIE UMGEBUNG

Pøerov nad LabemFreilichtmuseum der Elbniederung, Schloss ( frühere Wasserfestung)

Nymburk - Stadt mit einzigartig erhaltenem mittelalterlichem Grundriss, gotische St.-Georgs -Kirche, Türkischer Turm (errichtet in der Renaissancezeit als Wasserturm), Hrádek u Nechanie - Schloss im romantischen Stil der englischen Gotik, wertvolle Sammlungen und Bibliothek; Englischer Garten und Wildgehege Dvùr Králové - Zoo mit Spezialisierung auf afrikanische Fauna - Safari, Rettungsprogramme für bedrohte Tierarten.

 

Kladruby (nicht zu verwechseln mit dem Ort in Westböhmen) deutsch Kladern, besitzt eine berühmte Zucht altspanischer und altitalienischer (Neapolitaner) Pferde, weltweit bekannt als „Kladruber Grauschimmel" Krchleby. 2007 besuchte das Gestüt Prinzessin Anne von Großbritannien.  Der Ort besitzt ein stattliches Schloss mit einem ausgedehnten Englischen Garten: Im Sommer gibt es Konzerte alter Musik . (CHR)

 

 

 

 

 

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