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Mainbernheim im Landkreis Kitzingen unter Karl IV. und seinen Söhnen Wenzel und Sigismund

Mainbernheim - historisches Markgrafenstädtchen an der einstigen Verbindungsstraße Karl IV. von Prag nach Frankfurt a. Main

Eine erste urkundliche Erwähnung als ‚berenheim' findet sich 889, ob damit Mainbernheim oder das mittelfränkische Burgbernheim gemeint ist, ist nicht eindeutig nachgewiesen. Die Endung "heim" weist laut Ortsnamensforschung auf die Periode der fränkischen Landnahme im 6.- 9.Jahrhundert hin. Der Name Mainbernheim taucht erst 1397 auf.

                                       

Die wohlhabenden Kaufleute und adeligen Bürger wohnten in festen Steinhäusern an der böhmischen Straße, zur Stadtmauer hin wurden die Häuser kleiner.

 

Den Beinamen "Lebkuchenstadt" verdankt Mainbernheim der Lebkuchenfirma Bären-Schmidt Größter, heute und einst bekanntester Arbeitgeber  der Stadt.  1863 wurden die Firma Bären-Schmidt bekant für ihre Lebkuchenherzen gegründet. Bären-Schmidt gehört seit 1971 zur Firma  Haribo, es gibt auch einen Werksverkauf (Mo.- Sa.)

 

 

1172 wird der Ort von Kaiser Friedrich I. Barbarossa zum Reichsdorf erhoben.

1367 kommt Mainbernheim in den Besitz der Böhmischen Krone. Die Stadtrechte durch den Böhmenkönig und Kaiser Karl IV. erwähnt Frau Lenka Bobkova, Historikerin und Professorin an der Karlsuniversität Prag,in ihrem Buch „Die territoriale Politik der ersten Luxemburger auf dem böhmischen Thron“ (erschienen in Usti nad Labem 1993).

 

 

 

Leider ist diese Urkunde (noch) nicht gefunden worden. Mainbernheim war zu jener Zeit nachweislich eine von Böhmen „priviligierte Stadt“. Gesichert ist dagegen die Urkunde durch Wenzel IV. , Sohn Karl IV., von 1382, der das Markt- und Stadtrecht bestätigt und erneuert. Die Urkunde liegt im Original im Rathaus mit dem böhmischen Siegel vor.

    

Wie viele Orte in der nördlichen Oberpfalz und Mittelfrankens führt die böhmische Herrschaft zu einer Blütezeit. Neben dem Stadtrecht wirkt sich vor allem das Zollrecht positiv auf die Entwicklung aus.

 

 

 

Foto: Die Originalurkunde des Böhmenkönigs Wenzel IV. von 1382, der den Ort die Stadtrechte verlieh, liegt noch heute im Rathaus.

 

 

 

Der ehemalige Gymnasiallehrer Kurt Neußner ist ein versierter Botschafter seines Ortes. Eine Exkursion durch Mainbernheim ist ein Erlebnis. Vom Rathaussaal, der Kirche und entlang der Stadtmauern., die noch im Original erhalten sind. In launigen Worten erzählt die Geschichte seines Heimatortes. 

 

Neben dem damit einhergehenden Recht auf Befestigung führen weitere Privilegien, wie 1414 unter Karls Sohn, dem nunmehr herrschenden Kaiser Sigismund, das königliche Privileg zur Abhaltung eines Wochenmarktes und dreier Jahrmärkte zu einer ersten Blütezeit. Ergänzt und weiterhin gefördert wurde diese 1431 durch das königliche Privileg zur Aufnahme bzw. Ausweisung von Juden, 1442 mit der Verleihung des Blutbannes (Halsgerichtsordnung) durch Kaiser Friedrich III. zum Vorhandensein aller wichtigen administrativen Rechte.

Den dreißigjährigen Krieg 1618-48 übersteht die Stadt ohne nennenswerte Zerstörungen. Die fast 300-jährige innere politische Stabilität lässt Handwerk, Weinbau und -handel aufblühen.


Nach dem Aussterben der Ansbacher Markgrafenlinie fällt Mainbernheim 1792 an Preußen. Nach der Säkularisation geht der Ort zunächst 1806 an Bayern, um nach einer kurzen Phase der Zugehörigkeit zum Großherzogtum Würzburg 1810-14, endgültig Bayern zugeschlagen zu werden.

 

Trotz etlicher Großbrände zu Beginn des 20. Jahrhunderts, bei denen ganze Quartiere in der Innenstadt zerstört wurden, blieb die Stadt während des

zweiten Weltkrieges weitgehend vor Zerstörungen verschont.

 
Die historische Stadtbefestigung, das mittelalterliche Flair machen die Stadt zu einem sehenswürdigen Schmuckstück auf der einstigen Route des Kaisers.

 

 

 

 

Teil der Stadtmauer. Für diese heute noch sehr gut erhalten Mauer wurde in der böhmischen Zeit der Grundstein gelegt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Bilder aus dem mittelalterlichen Städtchen:

 

 

Der Turm an der nordwestlichen Stadtmauer wartet auf einen Bewohner- vielleicht in Literat, der sich hier Inspirationen holen will....??

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Ackerbürgerhaus am Stadtplatz, die freundliche Besitzerin ist äußerst musikalisch und hat auch ansprechende Fremdenzimmer zu vermieten. Nähere Auskünfte im Rathaus der Stadt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In diesem stolzen Rathaus residiert Bürgermeister Karl Wolf, von Beruf Landwirt. Stolz ist er auf den eigenen städtischen Weinberg, der alljährlich einen edlen Trank liefert. Besucher können ihn im Boxbeutel im Rathaus erwerben.

Im Hintergrund der Turm der Evangelischen Kirche St. Johannis aus dem Jahre 1732.

Durch die Zugehörigkeit zu Marktgrafschaft Ansbach wird Mainbernheim 1528 evangelisch-lutherisch, im Gegensatz zu den umliegenden Orten.

 

 Rathausplatz 1
97350 Mainbernheim
Tel.: 09323/8042-30
Fax: 09323/8042-33
E-Mail:
stadt@mainbernheim.de

 

Den Besuchern aus der nördlichen Oberpfalz, bereits zum zweiten Male war eine VHS Gruppe in den letzten drei Jahren hier zu Besuch, mundete der Wein und sie schwärmen heute noch vom schönen Flair des Ortes.

Herr Wolf zeigte persönlich den Ort und stellte sich gern dem Gruppenfoto.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Gasthof zum Falken

 

Ein typisch fränkischer und historischer Gasthof - mit all den Schmankerln, die das schöne Frankenland zu bieten hat. Mitten im Ortskern gelegen, bietet er auch Fremdenzimmer an. seit Jahrhunderten ist er in Familienbesitz.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Marktbrunnen mit dem Bären, der auch im Wappen der Gemeinde zu finden ist, gehört mit zu den Wahrzeichen Mainbernheims und erinnert an längst vergangene Zeiten.

 

Da taucht der Vergleich mit dem Städtchen Bärnau (Lkrs. Tirschenreuth) gelegen in der Oberpfalz am Grenzübergang in Richtung Tachov auf. Auch diese mittelalterliche Stadt besitzt einen Bärenbrunnen und ein Wappen mit dem Bären.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Keine Angst, Zoll muss heute niemand mehr bezahlen, der durch Mainbernheim fährt. Die alten Pflasterzoll Schilder erregen das Interesse aller vorbeikommenden Besucher.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schild: Kitzinger Straße

 

Hier geht es nach dem Stadttor in Richtung Kitzinger und Heidingsfeld. Hinweis auf die einstige "Hohe Straße", Könige und Kaiser aus dem böhmischen Reich zogen den Weg von Ost nach West und umgekehrt - ein wahrhaft historischer Ort.

 

 

 

 

 

 

 

Leben und Tod gehören zum menschlichen Dasein. Eine Kuriosität befindet sich am

Arkadenfriedhof Mainbernheims vor der westlichen Stadtmauer. Eine Kanzel auf der der Priester Abschied von liebgewonnen Menschen nimmt und die Trauergemeinde sich auf Bänken davor versammlelt.

 

 

 

 

Mehr Informationen unter: www.mainbernheim.de

 

 

Wer es genauer wissen will, kann sich über die Webseiten der Stadt auf einen v irtueller Stadtrundgang begeben. 

 

Dieser Link führt auf die Homepage von Mainbernheim. Lassen Sie sich verzaubern!

 

.....und einladen auf einen virtuellen Stadtrundgang!

Egal ob als Besucher aus aller Welt oder als langjähriger Einwohner - Sie werden mit Sicherheit etwas Neues über unsere Stadt erfahren!

 

Text und Bilder: R. Christoph

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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