Slideshow

  Goldene Straße-Zlatá cesta
   In memoriam Vaclav Havel
   Milena Jesenská und ihr Traum
   Namensbedeutung
   Impressum
   Suche
   Goldene Straße - aktuell
   Oberpfalz aktuell
   Franken aktuell
   Tschechien aktuell
   Ostbayern lernt Tschechisch
   1414/15- 2014/15 Jan Hus
   Literatur
   Links
   Kontakt
   2. D-CZ Mensch-ärgere-dich nicht Turnier 2012
   Kladruby-Zwiefalten-Pilsen2015
   D-CZ Geschichtspark Bärnau
   700 Jahre Hochzeit Jan+Eliska
   Bayerisch/böhmisch_ Bavorsky/cesky
   Transport
   Verbotene Straße-Zakázaná cesta
   Weg der Goldenen Straße
   von Luxemburg
   durch Deutschland
   Zlatá cesta durch Tschechien
    Westböhmen
     Tachov (Tachau)
     Stribro (Mies)
     Kladruby (Kladrau)
     Chotesov (Chotischau)
     Dobrany (Dobrizan-Wiesengrund)
     Stenovice- Siedlung des "Sten"
     Stary Plzenec (Altpilsen) Radyne
     Plzen (Pilsen)
     Pilsen
     Pilsen und die Musik
     Rokycany (Rokizan)
    Mittelböhmen
    Prag
    Prag - Nachod
   nach PL / Niederschlesien
   Persönlichkeiten
   Tourismus-Reisen
   Aktivitäten
   Förderverein Goldene Straße

Tachov (Tachau) - königliche Stadt an der Goldenen Straße

Die erste urkundliche Erwähnung der Stadt Tachau erfolgte 1115 in der Stiftungsurkunde des Klosters Kladrau. Schon vor dieser Zeit gab es eine Burgstätte, die 1131 durch eine landesfürstliche Burg im Auftrag des Premislydenfürsten Sobislav I. ersetzt wurde. Die Stadt zählt somit zu einer der ältesten Siedlungsanlagen in Westböhmen. Tachau lag als "böhmisches Landestor" auf Befehl Kaiser Karl IV. nicht nur an der "Goldenen Straße", sondern auch an einer Altstraße, die zum Kloster Tepl führte.

  Wenzel I. ließ die Stadt planmäßig ausbauen. Johann von Luxemburg  kaufte die Stadt 1332. Die strategische Lage des Ortes an der Grenze nutzend, erhielt der Ort eine Stadtmauer, die zum Teil heute noch besteht. Durch Karl IV. und den Verlauf der Straße von Prag nach Nürnberg über Tachov, erhöhte sich die Bedeutung des Weges. 1414 reiste Jan Hus durch Tachau nach Konstanz.

Karl IV. ordnete Tachov seinem "Neuböhmischen Landen" zu.

Während der Hussitenkriege kam es um Tachov zu großeren Schlachten, und Belagerungen. 1421 eroberten die Hussiten die Vorstadt.

Immer wieder wechselten die Besitzer, im 15. Jahrh. hatten die Guttensteiner das Sagen. Im 16. Jahrh. siedelte sich eine jüdische Gemeinde mit eigener Schule und Synagoge an. Tachov unterstützte den "Winterkönig" und verlor zur Strafe nach 1620 den Titel einer königlichen Stadt. Auch der 30-jährige Krieg ging nicht spurlos an Tachov vorbei. In den jahren 1641 und 1648 wurde die Stadt viermal teilweise oder komplett von den Schweden niedergebrannt.

 

 

 

 

 

 

 

Kirchen in Tachov                          

Die Wenzelskirche mit romanischen und gotischen Elementen, ihre Ursprünge gehen in das Jahr 1150 zurück. 1830 - 1886 wurde sie zur Familiengruft der Windischgräzer umfunktioniert. Ende des 19. Jahrh. kam die Auflösung des FRiedhofs und es erfolgte eine parkähnliche Umgestaltung, die bis heute besteht. Nach dem 2.Weltkrieg übernahm die hussitische Kirche das Bauwerk, unterhalb ist ein kleines Gemeindehaus der hussit. Kirche Tachovs.

Die Franziskanerkirche mit Franziskanerkloster (heute Stadtmuseum) wurde zwischen 1451 und 1466 errichtet. Mit Deckengemälden des Tirschenreuther Malers Maurus Fuchs (1771 - 1848).

 

 

Wahrzeichen der Stadt, der Turm der Erzdekanatskirche "Maria Himmelfahrt" aus der Zeit der Stadtgründung, 1329 als gotische Basilika fertiggestellt. Nach dem 30-jährigen Krieg wurde sie barockisiert. Um 1620 zerstörten radikale Lutheraner das Innere der Kirche, 1647-49 wurde sie wieder renoviert und erhielt eine neue Einrichtung. Die heute z. T. neogotische Beschaffenheit erfolgte im 20. Jahrh.

 

Am Ende des 2.Weltkrieges wurde Tachov durch Bomben -abwürfe der Alliierten und durch Panzerbeschuss der Amerikaner schwer beschädigt, darunter auch die Pfarrkirche.

 

 

 

Das Schloss in Tachov

Nur ein Buckelquaderturm (1126) steht noch aus der romanischen Zeit des Schlosses am nordwestlichen Stadtplatz gelegen. Die Schweden zerstörten 1664 das Schloss. Die letzten Besitzer waren die Fürsten von Windischgrätz, die Umbauten im klassizistischen Stil durchführen ließen. Bereits im Jahre 1781 kamen sie durch Kauf in Besitz der Stadt. Alfred III. von Windischgrätz wurde 1893 österreichischer Ministerpräsident. 1945 mussten die Fürsten das Land verlassen und zogen sich auf einen Gutshof im Allgäu zurück.

Perlmutterindustrie

Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich in und um Tachau ein Industriezweig, der Knöpfe aus Perlmutt herstellte. Daneben gab es eine berühmte Holzdrechslerei. Millionen von Holzperlen gingen von Tachau aus in die ganze Welt. Was die Perlmuttindustrie anbelangt, sie siedelte sich nach 1945 in Bärnau, etwa 15 Kilometer westlich, an. Viele Vorfahren der einstigen Fabrikanten stammten aus der Tachau und Umgebung.

Informationen Tachov

Nam Republiky 119      CZ 34701 Tachov

email: infocentrum@tachov-mesto.cz                 www.tachov-mesto.cz

www.zlate-cesta.cz

 

 

 

 

Druckversion