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Kladruby (Kladrau) - sein bedeutendes Kloster feiert "Auferstehung"

Der Markt Kladruby   Der kleine Ort, im Mittelalter eine bedeutende Stadt, liegt sieben Kilometer von Stribro entfernt an der Uhlavka. Etwa 30 Kilometer sind es nach Pilsen. Kladruby lag am Schnittpunkt der "Goldenen Straße" und der "Verbotenen Straße" sowie einer Abzweigung nach Regensburg. 1115 taucht der Ort in den Analen des Benediktinerkloster auf, er lag jedoch etwas erhöht an der Stelle des heutigen Friedhofes.

  Im 14. Jahrh. entwickelte sich unter dem Einfluss des Klosters die heutige Ortschaft.

Ein Straßendorf, in dessen Mitte sich die Pfarrkirche St. Jakob befindet.  1420 brennt der Hussitenführer Jan Ziska das Kloster und die Stadt nieder. Auchd er 30-jährige Krieg blieb nicht ohne Spuren, immer wieder zerstörten große Feuer (1711 und 1843) den Ort.

Am kleinen Markplatz steht eine Mariensäule mit der deutschen Inschrift: "Das Jahr 1701 segnet Euch mit aller Trost zur Eintracht, Treue und Würde." Um den Ort verläuft ein ausgeschilderter Naturlehrpfad. Privatzimmer stehen für Übernachtungen bereit.

Jakobskirchen verweisen auf alte Pilgerwege, die in der Regel mit den Altstraßen identisch waren.

 

 

 

 

 

    Der ehemalige Pfarrhof von Kladruby, wird von der katholischen Pfarrgemeinde genutzt.

 

  

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Das Kloster Kladrau

Gegründet wurde es 1115 vom schwäbischen Kloster Zwiefalten aus. Der böhmische Fürst Svatopulk legte den Grundstein durch die Heirat einer württembergischen Prinzessin. Unter Fürst Vladislav I. wurde das Kloster fertig gebaut, 12 Mönche kamen aus Zwiefalten. Das Bild des letzten Abtes aus Zwiefalten befindet sich im renovierten Refektorium des Klosters. Der Heimatverein Zwiefalten unter der Leitung von Bürgermeister Riedlinger bereitet in enger Abstimmung mit dem Denkmalamt Pilsen derzeit eine D-CZ Ausstellung über die historischen Zusammenhänge vor. Sie soll dem Kloster als Leihgabe übergeben werden. Im 14. Jahrhundert erreichte das Kloster seine größte Bedeutung. 128 Dörfer, drei Städte, mehrer Propsteien und Landbesitz bis in die Prager Stadt hinein, machten es zum bedeutensten Kloster in Westböhmen. 1590 und 1620 wurde das Kloster durch Feuer und Plünderung verwüstet. Erst nach der Schlacht am Weißen Berg erhielt das Kloster nach 1620 seine alte Bedeutung zurück. Abt Mausrus Fintzgut ließ die Kirche in der heutigen Form umbauen.

Weithin - auch von der Via Carolina aus - ist sie mit ihrer goldenen Krone sichtbar auf einem Felsrücken gelegen. Stolz und trotzig zugleich erhebt sich das Kloster mit seiner gotisch-barocken Architektur. Nicht der Kommunismus hat das Leben und Wirken des Klosters zerstört, dies vollzog Kaiser Josef II. und dessen Säkularisation im November 1785. Damit ging eine segensreiche Epoche zu Ende, die im Jahre 1115 mit der Gründung begonnen hatte. Kladrau gehörte zu den reichsten und bedeutendsten Benediktinerklöstern Böhmens.

Die prachtvolle Kirche, der Jungfrau Maria geweiht, musste ihre sakrale Bedeutung aufgeben. Ein halbes Jahrhundert (1711- 1726) zuvor hatte der berühmte böhmische Baumeister Giovanni Santini-Aichel die Kirche im barock-gotischen Stil aufwendig umgestaltet. Die Asambilder der Kirche, sie stammen aus dem Jahre 1725 sind noch im Originalzustand erhalten. Zu finden sind sie in der Kuppel der Basilika und einem Bilderzyklus, in 12 Szenen wird ein Lob auf Maria, der Patronin der Kirche, angestimmt.

 

Im Seitenschiff befinden sich die Grabmäler der Schwamberger und Schlicks, die aus der verfallenen Kapelle der Burg Schwamberg hierher überführt wurden. In der Schlossgruft richteten die letzten Besitzer, die Fürsten von Windischgrätz eine Familien -gruft ein. Die Fürsten von Windischgrätz erwarben das Kloster 1825 bei einer Versteigerung für ein "Butterbrot". Sie errichteten eine Dampfbrauerei in der ehemaligen Abtei und Bibliothek. Der Familie gehörte das Kloster bis 1945, ihr ist auch eine größere Ausstellung in der alten Prälatur gewidmet.     

 

 

Wappen der Familie von Windischgrätz

 

 

 

                                                              

 

Heute gehört die Klosteranlage mit der Kirche dem tschechischen Staat. Unter großem Aufwand wird es seit 1990 Stück für Stück saniert und steht Besuchern offen. Das Konventgebäude wurde von Kilian Ignaz Dietzenhofer errichtet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So präsentiert sich das Kloster z.T. im Jahre 1989.

 

....rund 20 Jahre später,

Das gleiche Gebäude im Sommer 2008 - die Bewunderung gilt dem Denkmalamt Pilsen, dem Kastellan des Klosters und der Stadtverwaltung von Kladruby.

Mit einem unglaublichen Aufwand und mit viel Engagement wird das Projekt vorangetrieben

 

Im Sommer und im Winter finden in der ehemaligen Kirche Konzerte mit bedeutenden Künstlern aus aller Welt statt. Ständig ändernde Ausstellungen fördern das Kulturleben und den Erhalt der Anlage, an der noch vieles zu tun ist. Helfen Sie durch Ihren Besuch mit, das Kloster zu erhalten und die Renovierung voran zu treiben!

Termine: Alljährlich im August: Musiksommer in Kladruby mit Konzerten in der Basilika, 3.Sonntag im August Fest Maria Himmelfahrt mit Messfeier in der Basilika und Kirchweih in Kladruby, historischer Jahrmarkt im Klosterhof. Bei der 90 Minuten Führung wird auch eine bedeutende Ausstellung von Nepomukfiguren aus aller Welt im Kloster gezeigt. 

Im Dezember gibt  es Weihnachtskonzerte in der Basilika des Klosters.

Bild: So wie der Kreuzgang des Klosters wunderschön renoviert ist, zeigen sich bereits viele Räumlichkeiten im Kloster. Führungen werden bei Vorbestellung auch in deutscher Sprache durchgeführt. Barockstatuen von Matthias Braun schmücken den Gang.

 

 

 

Eine sehr seltene Kreuzesszene präsentiert sich an der Tabernakeltüre der Basilika Maria Himmelfahrt.

 

Auf dem Weg zur Kirche finden sich Schnitzwerke der Renaissance. Der unbekannte Künstler bediente sich durch Vorlagen von Albrecht Dürers Marienzyklus. Raubkopien sind nicht erst eine Erscheinung unserer heutigen Zeit. Der Neustädter Kunsterzieher Hermann Wild konnte dies bei einem Vortrag im Sommer 2008 eindeutig nachweisen.

 

 

 

 

 

 

 

Informationen, und Auskünfte über Pilsen: e-mail: infocentrum@mmp.plzen-city.cz oder

www.bbkult.net  (deutsch und tschechisch).

 Bestellung von Gruppenführungen direkt beim Kloster :

Národní památkový ústav - územní odborné pracoviště v Plzni
Státní památkový objekt Klášter Kladruby
Kladruby u Stříbra
349 01 Stříbro
tel/fax: +420 374 631 773
e-mail:
kladruby@plzen.npu.cz
http://kladruby.euweb.cz

 

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