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Rokycany (Rokitzan) an der Goldenen Straße nach Prag

Anfahrt von Pilsen aus über die Via Carolina oder Schloss Kozel

Die Stadt 12 km östlich von Pilsen ist ein Zentrum der Eisenindustrie und gehörte bis zu den Zeiten der Hussitenkriege dem Erzbistum Prag. 1584 wurde Rokycany, durch Kaiser Rudolf II., zur freien königlichen Stadt ernannt.

Überregional bekannt wurde der Ort mit seinem Namen durch Jan von Rokycana (1397-1471). Rokycana war Vertreter der gemäßigten Hussiten, der Ultraquisten. 1435 übernahm er das Amt des Prager Erzbischofs. Seine Bischofskirche war die berühmte Teynkirche am Altstädter Ring in Prag.

 

Ins Auge sticht auch das spätbarocke Rathaus (1784-1810), ebenfalls von Palliardi erbaut. An der Fassade des Rathauses befindet sich eine Gedenktafel an Jan von Rokycana.

 

 

 

Im Rathaussaal erinnert ein Wandbild an den Hussitenbischof Rokycana, an der Fassade eine Gedenktafel. Das Wandbild stammt von Alfons Mucha und zeigt die Verhandlungen der Hussiten und Katholiken auf dem Baseler Konzil. Gemalt hat es der berühmteste Vertreter der tschechischen Jugendstils auf Burg Zibroh im Auftrag der Sparkasse von Rokycany, die es der Stadt als Geschenk übergab. 

 

 

 

Am nordöstlichen Rand des großangelegten und denkmalgeschützten Marktplatzes von Rokycany liegt eine ehemals gotische Marienkirche "Maria Schnee". Sie wurde Ende des 18. Jahrhunderts von Palliardi im spätbarocken Stil umgebaut. Die barocke Ausstattung mit dem Hochaltar von Ignatz Platzer und dem spätgotischen Tafelbild "Kreuzabnahme Jesu" sowie den Barockfiguren erhielt die Kirche "Maria im Schnee" aus der aufgelassenen Michaelskirche in Prag. Von der Kirche steht eine bedeutsame Mariensäule.

Vom Kirchturm aus sind an den Festtagen der Stadt die Turmbläser zu hören

 

 

 

Ein Eisenhammer aus dem Mittelalter

Einen Besuch wert ist das ausgezeichnete Kreismuseum, benannt nach Dr. Horák - einem Professor, es liegt hinter der Pfarrkirche. Zum Museum gehört auch der rund zehn Kilometer südöstlich entfernte Wasserhammer Dobriv, ein vollfunktionierendes Hammerwerk aus dem Mittelalter. Das Museum Dr. B. Horak in Rokycany beherbergt eine unikate paleontologische Sammlung und viel über Historie, Kultur und Natur der Region. Neu eröffnet wurde vor einigen Jahren ein Militärmuseum. Rokycany besitzt zudem ein großes Observatorium. Termin:   Dobriv alljährlich am 3. Samstag im Mai Tag des Hammerhandwerkes mit Vorführungen und einem reichen mittelalterlichen Begleitprogramm

Rokycany ist heute ein Ort mit 15.000 Einwohnern, vielen Sportmöglichkeiten u. a. einer Eishalle. Ins nahe Vršicek gelangt man über die Autobahnbrücke. Auf einem Hügel, gut von der Via Carolina aus zu sehen, steht eine renovierte Kapelle (1745) im byzantinischen Stil "Maria Heimsuchung", ein Marienwallfahrtsort. Die Kirche ist stets verschlossen, an Maria Himmelfahrt um den 15. August herum geöffnet. Am 07. Mai 1945 trafen sich hier die amerikanische und russische Armee, ein Denkmal erinnert heute an das Ereignis der Befreiung.

Informationen Rokycany: masarykovo nam. 83 .CZ 33701 Rokycany, Tel: 00420 371 727 745

e-mail: icentrum@rokycany.cz        www.rokycany.cz

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