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Iphofen kommt an die Krone Böhmens und sichert der Weg Kaiser Karl IV. zwischen Nürnberg und Frankfurt a. Main 

 

 

 Iphofen, im Mittelalter eine befestigte Stadt, deren Spuren noch gut erhalten sind. Stadttor im Norden und innerer Stadtgraben .      

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

             

 

In dem Bestreben, seine Macht auch im nordbayerischen Raum auszubauen und zwischen seinen Stammlanden Luxemburg und Böhmen eine Landbrücke zu errichten, erwarb Kaiser Karl IV. (1346 – 1378), der zugleich König von Böhmen war, im fränkischen Raum mehrere Städte und Marktflecken. Dabei kam ihm die Geldverlegenheit geistlicher und weltlicher Fürsten immer wieder zustatten.

 

   Foto: Rödelseertor                          

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine Doppeltüre führt an der südlichen Seite in die barocke katholische Pfarrkirche St. Veit. Ihre Bedeutung: Sie war für Brautleute geschaffen, die getrennt nach Braut und Bräutigam in die Kirche schritten, jeder durch eine eigene Türe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Kirche St.Veit in Iphofen, verweist im Inneren auf die Beziehungen nach Böhmen, Sankt Vit ist zwar der Patron des Parler Doms auf dem Hradschin in Prag, das Iphofener Patronat entstand bereits vor der böhmischen Zeit.

 

Foto: Hauptaltar, links ein Nepomukaltar

 

               

 

 

 

 

 

 

 

 Herrliche Schnitzarbeiten

 

 

 

Mancher Ort wechselte damals seinen Herrn, so auch Iphofen. Im August 1366 verkaufte der Würzburger Bischof Albrecht von Hohenlohe das Städtchen an die Krone Böhmens. Hinzu kamen die Burgen Schwanberg, Neuenburg, die Burg Homburg am Main sowie der Markt Bibart mit Burg. Aus dieser Pfandschaft wurde Iphofen acht Jahre später wieder gelöst. Der Grund, Karl brauchte den Würzburger Bischof als Unterstützung für die Wahl seines Sohnes Wenzel zum römischen König.

Quelle: A. Brombierstäudl „Iphofen – eine fränkische Kleinstadt im Wandel der Jahrhunderte.“

 

 

               

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Tür in die Sakristei ist das einzige Relikt aus der böhmischen Zeit. Entdeckt wurde diese offensichtliche Beziehung durch Herrn Dr. Endres, Historiker und Gymnasiallehrer, wohnhaft in Iphofen.

 

Beim genauen Betrachten der Türe sind auf dem Blech der böhmische Löwe, der Reichsadler und das Nürnberg Wappen der Burggrafen zu entdecken.

 

Eine Kostbarkeit in der Kirche: Die Figur des Johannes, ein Werk des berühmten Künstlers Tielmann Riemenschneider.

 

  

 

 

Das Epitaph des Adeligen

Frankenstein- gibt es hier etwa eine Parallele zur Stadt Frankenstein (heute Zabkowice Sl.) im ehemaligen Niederschlesien? Von fränkischen Siedlern, die durch die Piasten angeworben wurden, liegt die Stadt genau an der Route von Nürnberg -Prag- Nachod - Glatz- Breslau....

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Beim Stadtrundgang taucht zweimal der böhmische und bayerische Nationalheilige St. Johannes von Nepomuk auf, auch hier eine Verbindung Unterfankens zu Böhmen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Die alte Wallfahrtskirche zum "Hl. Blut"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der sogenannte "Hexenturm"

 

 

 

                        

Viele  Informationen erhielten wir freundlicherweise vom Stadtarchivar in Iphofen, Herrn Brombierstäudl.

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Auskünfte gibt es bei

Frau Christl Usler
Tourist Information Iphofen
Kirchplatz 7
97346 Iphofen

Tel: 09323 - 870306

Fax 870308                       

tourist@iphofen.de, www.iphofen.de

Foto: Das Mainbernheimer Tor

 Text /Bild: CHR

 

 

 

 

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