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Spurensuche in Unterfranken

Spuren böhmischer Vergangenheit in Unterfranken

Auf den Spuren böhmischer Vergangenheit suchend, finden wir in Unterfranken die Fürsten von Schwarzenberg, deren Stammschloss in Neustadt a.d.Aisch liegt. Die erste Erwähnung der Schwarzenbergs geht auf das Jahr 1127 zurück. Damals waren sie Herren von Seinsheim und Sondersheim in Unterfranken. Erst Anfang des 15. Jahrhunderts nahmen sie den Namen Schwarzenberg an, als sie die gleichnamige Herrschaft in Franken erwarben. Zum ersten Kontakt mit den Ländern der böhmischen Krone kam es im 15. Jahrhundert, als sich Erkinger von Schwarzenberg an der Seite von Kaiser Sigismund am Kreuzzug gegen die Hussiten beteiligte. Er wurde mit einigen Gütern in Böhmen belohnt.

Später waren es vor allem die Türkenkriege, in denen die Schwarzenbergs zu Ruhm und Ehre gelangten. So eroberte zum Beispiel Adolf von Schwarzenberg 1598 im Dienste von Kaiser Rudolf II. die ungarische Festung Raab. Dieser Sieg wurde vom ganzen christlichen Europa gefeiert. Adolf wurde 1599 vom Kaiser in den adligen Stand eines Grafen erhoben, und zum Familienwappen der Herren von Schwarzenberg wurde ein am Kopf eines Türken pickender Rabe hinzugefügt. Zum Macht und Einfluss kamen die Schwarzenbergs durch Heirat, Erbschaften und Ernennungen in hohe Staats- und Kirchenämter. Während der kommunistischen Zeit wurden sie vollkommen enteignet und zogen sich nach Österreich zurück.

Heute haben die Schwarzenbergs viele ihrer böhmischen Besitztümer zurückerhalten. Unter anderem das Schloss Orlik am Moldaustausee.

Fürst Karl von Schwarzenberg, ehemaliger Außenminister der Tschechischen Republik und einstiger Berater von Vaclav Havel, schrieb das Vorwort zum Deutsch-tschechischen Lesebuch "Sagenhafte Goldene Straße". Darauf sind wir besonders stolz.

Im unterfänkischen Hüttenheim findet sich das Wappen der Schwarzenbergs an einem Haus am Marktplatz. Hüttenheim ist bekannt durch seine Kirchenburg.

Eine der bemerkenswertesten Kirchenburgen liegt in der Nähe der "Hohen Straße" bei Iphofen in Mönchsondheim.         

 

 

 

 

Text/Bilder: CHR

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