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28. Sept. Feiertag in Tschechien zu Ehren des H. Wenzels, Landespatron

Die Spuren des Heiligen führen auch in die Oberpfalz und Franken:Beispiele:Statue des Heiligen im Regensburger Dom, Stadtpfarrkirche Sulzbach-Rosenberg, Wenzelschloss in Lauf a.d.Pegnitz, St.Wenzeslaus Kirche in Hohenstadt zwischen Pommelsbrunn und Hersbruck (mehr dazu in unseren Seiten). Der Neue Tag Weiden berichtet in der Samstagausgabe, 22.09., Wochenend-Kulturseite über den Feiertag, der in Prag mit einer ökumenisch- musikalischen Woche begangen wird.

Wer war dieser Wenzel I., der Heilige (ca. 903 bis 935)? Wenzel, tschechisch Václav, wurde um 903 geboren. Seine Eltern waren Herzog Vratislav und dessen Gemahlin Drahomira. Die Großeltern Ludmila und Bořivoj. Unter dem Einfluss seiner Großmutter, der späteren hl. Ludmilla, erhielt er eine gründliche christliche Erziehung und übernahm 921/22 das Herzogtum Böhmen. 

Der deutsche König Heinrich I. zwang ihn 929 zur Unterwerfung und machte ihn tributpflichtig. Dennoch ist Wenzels Bedeutung für die böhmisch-tschechische Geistesgeschichte bedeutungsvoll. Praktisch unmittelbar nach seinem Märtyrertod im Jahre 929 wurde er als Landespatron Böhmens verehrt. Bereits nach einigen Jahrzehnten sprach ihn der erste Prager Bischof, der Sachse Thietmar, heilig. Seit dem Jahr 995 ist die Feier des Wenzelfestes am 28. September bezeugt; Wenzel gehörte damals schon zu den bekanntesten Heiligen Mitteleuropas. Im 11. Jahrhundert erscheint sein Bild auf Münzen und Siegeln der böhmischen Herzöge als Symbol des Landes Böhmen. Wenzels Mutter Drahomíra, die den lateinischen Viten zufolge ihrem Sohn übel gesonnen war, meinte, er sei von den westlichen Priestern verdorben worden. Sie ordnete 921 zunächst die Ermordung Wenzels Großmutter Ludmila an, dann fädelte sie – so die Legende - den Mord ihres Sohnes Wenzels ein. Während eines Machtkampfes bei dem es um den Einfluss Sachsens und Bayerns in Böhmen  ging, wurde Wenzel von seinem Bruder Boleslaw am 28. September 935 in Stará Boleslava (Alt-Bunzlau) mit dem Schwert erschlagen.

Von Wenzels Leben weiß man lediglich aus den erhaltenen Heiligenlegenden, verfasst in lateinischer und kirchenslavischer Sprache. Von Anfang an war Wenzel mit den beiden in Böhmen existierenden Geistesströmungen, der mährisch- slavischen und der irisch-lateinischen, verbunden. Ohne mit der slavischen Tradition zu brechen, verknüpfte Wenzel sein Land eng mit dem deutschen Westen. Er unterhielt eine enge Freundschaft mit Bischof Tuto von Regensburg. Der Brudermörder setzte sich als Boleslav I. (929-967/72) an die Spitze der Macht, vertrieb als erstes die sächsischen Priester aus dem Land und erhob sich 935 gegen Heinrich I.. Nach fünfzehnjähriger Auseinandersetzung musste er sich schließlich Otto I. beugen. Schon 955 kämpften Deutsche und Tschechen verbrüdert auf dem Lechfeld Seite an Seite in der entscheidenden Schlacht gegen die Ungarn. 

 

 

 

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