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 Weg von Glatz/Klodzko über Niemcza/Nimptsch nach Breslau/Wroclaw

Glatz / Klodzko

 

Durch die Stadt zog sich die Handelsstraße von Nürnberg über Prag nach Breslau. Glatz war eine böhmische Festung, vor der eine weitere Altstraße über den Hummelpass in das obere Elbtal führte.

 

Um 1270 war die Umgangssprache zweisprachig, in einigen Dörfern im westlichen Teil der früheren Herrschaft Hummel, die erst 1477 zur Grafschaft Glatz kam hatt sich bis un die Neuzeit in einigen Dördern ein alttschechischer Dialekt erhalten.

1332 war die slawische Sprache fast erloschen, die einstige Bevölkerung assimilierte sich mit den ins Land gerufenen deutschen Siedlern aus Thüringen, Franken, Sachsen und Böhmen. 1560 zählte die Stadt 440 Bürger, 1786 4.035, 1937 21.610 Einwohner. Von 973 bis 1972 gehört Glatz kirchenrechtlich zum Bistum Prag, heute zum Bistum Breslau. Die Gafschaft war in Vikariate eingeteilt, an der Spitze stand ein erzbischöflicher Vikar, dessen Funktion 1789 com Parger Erzbischof zum Arrchidiakon ernannt wurde. 1810 erfolgte die Einteilung in Dekanate un der direkte Vertreter des Bistums Prag hieß ab sofort "Großdechant". Von 1920 bis 1998 hatte dieser einen Sitz in der Deutschen Bischofskonferenz.

 

Noch heute ist der doppelschwänzige Böhmische Löwe am Rathaus, einem Bürgerhaus am Marktplatz, aber auch in der Werbebroschüre des Fremdenverkehrsamtes als Beweis für die Zugehörigkeit zur Böhmischen Krone, ähnlich wie in der Oberpfalz und in Mittelfranken,  zu finden.

Die Böhmische Straße – ein verkleinertes Abbild der Karlsbrücke in Prag - führte durch die Stadt mit dem Brückentorberg und den Laubengängen.

 Foto: Franziskaner Kirche

 

 

 

 

Mächtig die friderizanische Festung in der 1871 zirka 2.000 Soldaten stationiert waren. Die heute noch erhaltenen Festungsbauten stammen aus der Zeit Friedrich des Großen, der hier seine stärkste und größte Festung gegen Österreich ausbaute.

 

Sehenswert die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt mit dem Denkmal des Prager Erzbischofs Arnestus von Pardubitz, der während der Regierungszeit Karl IV. in Prag residierte. Der Bischof, der aus Glatz stammte, hatte seine Heimatstadt nie vergessen und stiftete für den Orden der Augustiner ein Kloster mit  einer Kirche.

 

1364 verstarb Pardubitz, der sogar als Papst im Gespräch stand, überraschend bei einer Reise in Raudnitz. In Glatz begraben, wurde sein Grabmahl, das zerstört in einem Seitenschiff der Pfarrkirche liegt, aus dem Kreis der Dombaumeister Familie Parler geschaffen.

 

Nicht Menschen zerstörten das Grabmahl, Padubritz hatte die Zerstörung sogar vorausgesagt, geheimnisvoll, mit Sagen und Legenden umwogen, ging dies vonstatten. So traf am 15. Mai 1468 auf der gesamten Grabfläche Öl heraus, das weder brannte noch auf Wasser schwamm, aber einen angenehmen Geruch verbreitete.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Beachtenswert die barocke Minoritenkirche mit prunkvoller Ausstattung durch italienische Künstler. Davor liegt der Mühlgraben-Brücke aus dem Jahr 1366 mit dem Nepomuk Standbild, ein Abbild der Prager Karlsbrücke.

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: der Hl. Johannes von Nepomuk- Bindeglied zw. Böhmen- Bayern- und Niederschlesien 

 

 

 

Foto: Rathaus der Stadt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Mariensäule hinter dem Rathaus

 

Mehr Infos auch n deutscher und englischer Sprache unter den webseiten:

http://www.klodzko.pl

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: l.n.r.: Böhmische Löwe im Rathaus- Stich der Festung Glatz- Blick von der Festung auf die Stadt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: D-CZ -Lux Lehrer besuchen die Verbindungsschule

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Foto: Innere der Katholischen Pfarrkirche und die Türme des Franziskanerklosters 

 

 

Wartha – Bardo

 

Die Grafschaft Glatz war stets streng katholisch. Seit dem Mittelalter spielte der Wallfahrtsort Wartha eine bedeutsame Rolle, obwohl er zum Landkreis Frankenstein gehört.

Im Mittelpunkt steht das wunderbare Gnadenbild der Muttergottes, eine Holzstatue, etwa 42 cm hoch. Sie zeigt Maria auf einem Thron sitzend und in der rechten Hand einen Apfel haltend. Ihren rechten Arm hat sie um das Jesuskind gelegt, das auf ihrem Schoss sitzt. Dieses erhebt die rechte Hand, um zu segnen, während es mit der Linken ein Buch hält.

Die Entstehung des Gnadenbildes liegt im Dunkeln, mit Sicherheit ist es die älteste erhaltene romanische Skulptur Schlesiens. Eine Datierung ihrer Entstehung dürfte in der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts liegen, mit den Zisterzienser Mönchen kam sie nach Wartha.

 

 

 

Seit 1248 fungierte dieser Orden in Wartha, er kam aus Deutschland, zunächst nach Leubus, dem ältestem und bedeutensten Konvent in Schlesien, gegründet 1163 durch Herzog Bolseslav I. Für die Deutschen, die im Bereich des Klosters lebten und siedelten, erließ der Piastenherzog einen Freiheitsbrief, ähnlich dem des böhmischen Königs Sobislav I. für die Deutschen unter der Prager Burg. Die Zisterzienser waren und sind große Marienverehrer, sie machten den Ort zu einem Wallfahrtsort der Mutter Gottes. Richtige Quellen aus der Anfangszeit existieren nicht über das Gnadenbild

Foto: Altar der Wallfahrtskirche

 

Ein Bronzedenkmal mit Papst Johannes Paul II. steht im Eingangsbereich. Die Informationstafeln zur Geschichte sind auch in deutscher Sprache gehalten.

 

 

 

 

 

So wird berichtet, dass ein Böhme aus dem nahen Tschechien gelobte, wenn sein gebrochener Fuß wieder heile, das Bild der heiligen Jungfrau zu besuchen. Der Wunsch ging in Erfüllung, und er baute zum Dank eine Holzkapelle. Immer mehr Pilger kamen und so wurde eine Steinkirche gebaut. Über 600 Jahre betreute der Zisterzienser Orden die Wallfahrtskirche. Im Mittelalter soll es so- gar zwei Kirchen gegeben haben, eine „böhmische Kirche“, später eine soge- nannte „deutsche Kirche“.

1687 bis 1702 ließ Abt Augustin Neudeck von Kamenz die barocke Wallfahrts- kirche vom Baumeister Michael Klein erbauen, 1706 erfolgte die Einweihung. Das barocke Hauptaltarbild „Heimsuchung Mariens“ schuf Michael Willmann. Auffallend die typisch barocke Kanzel, der schöne Orgelprospekt und die vielen Seitenaltäre. Die Säkularisation machte nicht Halt vor der Kirche, die Pilger kamen trotzdem weiter.

 Foto: Krippe in der Wallfahrtskirche Wartha/Bardo

 

Baumgarten /poln. Braszowice

Das stattliche Bauerndorf Baumgarten ist mit einer Längenausdehnung von  ca. 3,5 km und einer Flächengröße von 1402 ha ein vergleichsweise großes Dorf. Bei der amtlichen Volkszählung vom 17. Mai 1939 hatte Baumgarten 1023 Einwohner.

Der Ort besitzt einen bislang nicht erkannten kostbaren Kirchenschatz, der unversehrt die Zeiten der Kriege überstanden hat. Zu erwähnen ist exemplarisch  eine barocke Monstranz aus dem Jahre 1683 zu der sich noch weitere sakrale Gegenstände von kunsthistorischer Bedeutung gesellen. Am 20. Februar 1945 ließ der damalige Pfarrer vor seiner Flucht die besten Kirchengeräte von vertrauenswürdigen Gemeindemitgliedern vergraben. Die Gefäße sind vollständig und unversehrt wieder an ihrem Platz.

Da die Front aber Ende Februar bzw. Anfang März 1945 in einer Entfernung von ca. 25- 30 km südlich von Baumgarten zum Stehen kam, blieb den Dorfbewohnern die Flucht erspart.  Die Rote Armee besetzte das Dorf am 8. Mai 1945 ohne größere Kampfhandlungen. Nachdem sich die Lage beruhigt hatte, wurden die liturgischen Geräte wieder ausgegraben.

 

 Frankenstein / Ząbkowice Śląskie

 

 

1.     Die ehemalige Kreisstadt, eine Siedlung der Franken hatte 1939 rund 10.800 Einwohner. Ende 2010 betrug die Einwohnerzahl der Stadtgemeinde rund 15800. Der Anstieg ist z.T. auf die nach 1946 erfolgte Eingemeindung des Dorfes Zadel , das unmittelbar an Frankenstein grenzt, zurückzuführen. Frankenstein wurde um 1287 nach dem Magdeburger-Neumarkter Stadtrecht an der alten Königsstraße von Böhmen nach Breslau durch Heinrich IV. von Breslau gegründet.

 

 

 

 

Hussiten (1428) und Schweden im Dreißigjährigen Krieg eroberten, brandschatzten und plünderten den Ort. 1646 wurde das einstmals prächtige Renaissance Schloss, erbaut durch Herzog Karl I. von Münsterberg-Oels durch die Schweden gesprengt. Die Ruine zählt zu den größten Schlossruinen Schlesiens.

 Foto: Burg Fankenstein, erbaut vom bayerischen Baumeister Bendikt Ried von Piesting (bei Landshut). Sein berühmtester Bau: Der Vradislaus -Saal auf der Prager Burg.

 

Das Wahrzeichen Frankensteins ist der „Schiefe Turm“, ein Glockenturm der nebenstehenden katholischen Pfarrkirche St. Anna mit einer Höhe von 38 Metern. Seit einer Erdsenkung am Ende des 16. Jahrhunderts hängt er seitlich über.

 

 

 

 

 

 

 

Eigentlich sollte er nach dem großen Stadtbrand von 1858 abgerissen werden. Doch die katholische Kirchengemeinde ließ es nicht zu. Die Kirche St. Anna stammt von 1415 und wurde 1450 zur gotischen Hallenkirche umgebaut. Das Grabmahl Melchiors Scholz von Löwenstein in der Pfarrkirche ist ein Meisterwerk der Renaissance.

 Foto: Das Wahrzeichen der Stadt, "der Schiefe Turm"

 

Berühmte Zeitgenossen übernachteten in Frankenstein auf ihrer Durchreise. So Feldmarschall Fürst Blücher in der Breslauerstraße, 1813 Zar Alexander I. von Russland, als Verbündeter der Preußen. Friedrich der Große 1778 im Komanandenhaus. In der Brauhaus -straße, in sie mündet die Tuchmacherstraße, steht das Geburtshaus des schlesischen Dichters Moritz Graf Strachwitz. Das Kommandan -tenhaus am Ring 38 steht neben dem Rathaus, hier übernachtete Friedrich der Große 1779. Vor dem 2.Weltkrieg befand sich in Frankenstein die Staatliche Polizeischule für ganz Schlesien.

 

Beherrscht wird die Stadt von dem 72 Meter hohen, 1532/34 erbauten und 1862/65 wiederhergestellten Rathausturm. Die mittelalterliche Ausdehnung der Stadt betrug 21 Hektar, die neuzeitliche rund 413 Hektar. Vom Rathausplatz, dem Ring führten einst die alten Straßenzüge zu den nicht mehr existenten Stadttoren. Geblieben ist die alte im Westen und Norden gut erhaltene Stadtmauer. Heute umfährt der Reisende Frankenstein durch eine westliche Umgehungsstraße..

 

Foto: Das Innere der Pfarrkirche

 

 

 

 

 

 

Fotos: l.n.r. Rathausturm( 72m ) - der obere Ring (Marktplatz) mit Kommandanten-, bis 1945 Kreishaus- Blick vom Kirchhof

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Zobten mit dem Dorf Rogau

 

Der 718 m hohe Berg, bis Breslau sind es nur mehr 35 Kilometer, beherrscht die mittelschlesische, fruchtbare Ackerebene und gilt als Wahrzeichen Schlesiens  Ursprünglich „Siling“ genannt, galt er als altes Stammesheiligtum der Kelten, der germanischen Silinger, einen Stamm der Vandalen, der bei der Völkerwanderung nach Spanien wanderte, aber ebenso der Slawen. Im 12. Jahrhundert holten die polnischen Piastenfürsten Siedler ins Land. Der Name Zobten oder „Zottenberg“ bürgerte sich im 14. Jahrhundert ein unter ihm lag der Ort Zopten am Berg. Rings um den Zopten lag die älteste Kulturlandschaft Schlesiens.

Aus der Zeit um 400 vor Christus stammen seine Ringwälle. Sehenswert, die St. Anna Kirche, in der historischen evangelischen Kirche wurde am 27. März 1813 das Lützower Freikorps durch Pastor Peters eingesegnet.

 

Nimptsch- Niemcza

Erste Siedlungsspuren reichen bis ins 12. Jahrhundert vor Christus zurück. Im 4. Jahr nach Christus gab es bereits einen befestigten Burgstall Silingischer Stammessippen. Der Ortsname geht auf die Ansiedlung im 6. Jahrhundert zurück. Als die Silinger auf die bereits vorhandenen Bewohner trafen, konnten sie diese sprachlich nicht verstehen und so entstand der Name „Nemici“, was soviel bedeutet, wie Stumme / Fremde. Bei der ersten urkundlichen Burgsiedlung von 1017 wurde die Bezeichnung beibehalten. 1155 wurde Nimptsch piastischer Kastellansitz, 1282 erhielt die Siedlung Stadtrechte, auf dem Gelände der altpolnischen Stadt erfolgte eine Stadtgründung nach deutschem Recht. 1329 gehörte Nimptsch zur böhmischen Krone, 1562 habsburgisch und 1752

 

 

 

 

 

 

preußisch. Im 2. Weltkrieg erfolgten keine Zerstörungen, 1964 wurden alte Bürgerhäuser, das Schloss und die katholische Hedwigskirche abgerissen, deren barocke Ausstattung befindet sich im Nationalmuseum Breslau. Die Barockaltäre wurden in der Pfarrkirche St. Peter und Paul aufgestellt, eine Kirchengründung aus dem Jahre 1295, nach einem Brand 1853 im neuromanischen Stil wiedererbaut.

Als Zeuge aus dem 30jährigen Krieg gibt es heute noch eine Stadtmauer, die 1926/34 und 1966 restauriert wurde. Heute wohnen in der kleinen Stadt rund 4.000 Einwohner.

 

Niemcza und das Schloss der Heiligen Hedwig – der Patronin von Schlesien

 Niemcza gehört zu den ältesten Städtchen in Niederschlesien. Die erste Erwähnung der hiesigen Burg finden wir schon um 990 in der Sázavachronik:

 

 

 

Es befand sich an einem der ältesten Handelswege Europas.Die Burg war lange im Besitz des Geschlechts der Slezanen. Und als um 990 Schlesien zu den Herrschaften des polnischen Herrschers kam, wurde die Burg von Niemcza umgebaut und erweitert. Um ihre Wehrfähigkeit zu erhöhen, umgab man sie nicht nur mit Erdwällen, sondern auch mit einer auf ihre Art in Schlesien ganz einmaligen Steinpalisade. Tatsächlich ging es um eine sehr gut befestigte Burg, wovon sich auch deutsche Angreifer überzeugen konnten, die 1017 vergeblich versuchten, Niemcza zu erobern. Die Stadtrechte erwarb Niemcza im Jahre 1282, als hier schon mehr als 3000 Einwohner lebten. In jener Zeit entstand auf städtischem Boden durch Umbau der Burg nach und nach eines der ältesten schlesischen Schlösser, das später St. Hedwigsschloss enannt wurde.

Es erfüllte in der früheren Epoche der Geschichte des polnischen Staates auch die Aufgabe einer Grenzburg und hatte ebenfalls einen Kastellan, der gleichzeitig die Aufsicht über das Gebiet hatte und zu dessen Verwaltung das „provincia de Nemchi“ genannte Territorium gehörte. Die Burg beherbergte öfter auch Henryk den Bartigen und eine Zeitlang weilte hier ebenfalls seine Gemahlin Jadwiga (Hedwig). Diese verbarg sich an Ort und Stelle offensichtlich in den Jahren 1213-1216, als Konflikte zwischen den Fürstensöhnen ausbrachen. Die deutsche Bezeichnung Hedwigsburg ging gerade aus dieser Tradition hervor, die zwar erfunden, aber genauso gut auch authentisch sein kann.

Bild: Hl Hedwig

 

 

 

 

 

Ende des 13. Jh. wurde in Niemcza ein großes Schloss aus Stein gebaut, in dem der Burgvogt seinen Sitz hatte. Im Jahre 1331 belagerte die Burg ohne Erfolg ein Heer des Johann von Luxemburg, das den Kreuzrittern zu Hilfe eilte. In den Jahren 1429-1434 siedelten die Hussiten auf der Burg. Und damals endete auch die legendäre Überlieferung, die von ihrer Uneinnehmbarkeit kündete. Damals rissen sie die Gegner der böhmischen Hussiten nieder, aber kurze Zeit später wurde sie wieder errichtet und gleichzeitig entstanden auch in der Stadt neue Bauten.

 1585 hat man die Burg, deren Umbau zu einem Schloss lange dauerte, unter der Leitung von Bernard Niuron und Giovanni Lugano erneut erweitert und im Stil der Renaissance umgestaltet. Damals wurde aus ihr schließlich jene luxuriöse Residenz der Fürsten von Brzesk, die hier aber niemals vorbeikamen. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Schloss mehrmals belagert und später großenteils zerstört, als sich für eine gewisse Zeit der kaiserliche Generalissimus Albrecht von Wallenstein seiner bemächtigt hatte. Im Jahre 1675 verstarb im Alter von fünfzehn Jahren der letzte Nachfahr der schlesischen Piasten, Jerzy Wilhelm. Er hatte keine Erben. Niemcza ging damals in habsburgischen Besitz über. Zu Beginn des 18. Jh. wurde mit Unterstützung des österreichischen Kaisers in Niemcza eine katholische Kirche errichtet. Und schon 1735 wurden dort die ersten Gottesdienste abgehalten. Auch in den folgenden Jahren arbeitete man an ihrer Ausstattung, während das Schloss von Niemcza mit Sgrafitti ausgeschmückt wurde.

 1926 entstand hier das Stadtmuseum. Aber der Kirche von Niemcza, die sich ihres achteckigen Baus im Stil der Renaissance rühmte, drohte der Einsturz auf schütterem Boden. Und deswegen musste sie in den sechziger Jahren des 20. Jh. aberissen werden. Wir können aber immer noch ihre Grundfesten sehen, die sich in der Stadt erhalten haben. Bis in die neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts war in den Schlossräumen ein Textilbetrieb untergebracht. Momentan hat das Schloss einen neuen Besitzer, der es umbauen möchte.    Text über die Hedwig und die Beziehungen zur Stadt: Alicja Berbec, Lehrerin in N.

Die weiteren Orte nach Nimptsch bis Breslau

    16. Groß Wilkau – Wilkow Wlk.

    17. Heidersdorf – Lagiewniki

   

 

 

 

18. Jordanmühle – Jordanow SL

   

 

 

    19. Lorankowitz

    20. Koberwitz

    21. Bettlern

    22. Klettendorf              

    23. Breslau  ( Wroclaw )

 

 

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