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auf der südlichen Route über Oberlind in die ehemalige Pfalzgrafenstadt Vohenstrauß

 

 

 

 

 

 

 

Sanft steigt der Weg der B14 - nach Dollacker der "Verbotenen Straße "von Wernberg in den Oberfälzer Wald an. Heute nutzen die Reisenden den Weg über die Via Carolina und sehen nichts mehr von den kleinen Dörfern, ihren schmucken Kirchen und frommen Wegkreuzen bis zur "Hohen Linde", dem uralten und geschundenem Naturdenkmal an.

Unter- und Oberlind sind zwei dieser verträumten Dörfer des Oberpälzer Waldes.

Bereits 1946 wurde die die bis dahin selbständige Gemeinde Oberlind nach Vohenstrauß eingegliedert. Das markante Wahrzeichen des Ortes ist die katholische Kirche St. Thomas mit seiner eigenartig geformten Schindeldach- haube.  Die Gründung der Pfarrei erfolgte in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts, wohl auf Veranlassung der Burgherren von Tännesberg. Die Reformation ging auch an Oberlind nicht spurlos vorbei. 1556 wurde man lutherisch, doch schon 25 Jahre später räumten die Calvinisten die Kirche leer. Es folgten nochmalige Wechsel. Die Kirche selbst war damals mehr Ruine denn Gotteshaus. 1793 konnte mit einer grundlegenden Renovierung begonnen werden. Im Jahr 2000 erfolgte die letzte Restaurierung, so dass das Kirchlein mit dem Friedhof heute wieder in vollen Glanz der Mittelpunkt des Ortes ist. Quelle: http://www.oberpfalz-luftbild.de/ost/oberlind.htm#Wallfahrtskirche am Kalvarienberg

Heimtückischer Mord, Prophezeihungen über Weltuntergang und fromme Wallfahrer prägen die Umgebung der Dörfer

 

Sehen Sie die Steinkreuze unter der Dorflinde? Das kleinere erinnert an einen Mordfall, dessen Prozeß in Pilsen stattfand. Einer der reichsten Pilsen Bürger wurde in der Nähe von Oberlind auf dem Weg zurück in seine Heimatstadt am 15. April 1559 heimtückisch ermordet.

 

Der Kalte Baum- eine sagenumwobene Eiche - die Erbauer der Via Carolina gaben ihr beim Bau der Autobahn einen besonderen Standplatz

 

Franz Xaver Schönwerth, der bedeutenste Sagen -sammler der Oberpfalz, schreibt, dass der kalte Baum schon 1361 in einer Grenzbeschreibung der ehemaligen Landgrafschaft Leuchtenberg urkundlich erwähnt worden sei.

 

Vor etwa 1000 Jahren soll der Kalte Baum gepflanzt worden sein, kann man in einem Artikel des "Neuen Tages" vom 14. Juli 1978 noch nachlesen, andere Heimatforscher und Geschichtsschreiber schätzten sein Alter auf 600 bis 800 Jahre. Dabei wird immer wieder auf die angebliche Ersterwähnung um 1361/62 hingewiesen. Unheimlich die Vorhersagen. Was sie beinhalten, Sie finden die Lösung unter 

http://www.heimat-now.de

 

 

Foto: Wallfahrtskiche am Kalvarienberg

 

Die Umstände der Wallfahrt auf den Kalvarienberg sind nicht mehr bekannt. Erbaut wurde eine erste Kapelle zu Beginn des 18 Jahrhunderts mit einem aufgestellten Bild der schmerzhaften Mutter Gottes. Die große Zahl der Pilger veranlasste den damaligen Pfarrer bei der Regierung um eine Erweiterung nachzusuchen. Der 1775 erfolgte Neubau ist im Wesentlichen heute noch erhalten. Von 1990 - 1994 wurde die kleine Filialkirche von Oberlind mit viel persönlichem Engagement der "Lindner" innen und außen renoviert.

 

 

 

 

Haben Sie etwas Zeit, dann verwirklichen Sie den Vorschlag: Nehmen Sie den Weg über den Kreisverkehr auf die Umgehungsstraße nach Vohenstrauß in Richtung Westen bis Waldau

 

Waldau mit Burg und Nepomukkirche

Waldau wurde 1972 im Zuge der Gemeindegebiets - reform nach Vohenstrauß eingemeindet. Die Ort -schaft hat heute etwa 600 Einwohner. In Waldau befindet sich die aus dem 13. Jahrhundert stammende Burg Waldau. Sie befand sich abwechselnd im Besitz der Waldauer und der Wittelsbacher und seit 1681 im Besitz der Freiherren von Rummel.  Genau Informationen unter http://www.heimat-now.de/d_bur_waldau.htm

 

 

Waldau- eine Perle unter den Nepomukkirchen der Oberpfalz

Die Kirche beherbergt mit dem Hochaltar mit ebenfalls reich geschnitztem Antependium von etwa 1700 und dem etwas jüngeren rechten Seitenaltar, der dem hl. Johannes Nepomuk geweiht zwei wunderschönen Akanthusaltäre. Mehr Informationen unter http://www.tgiehl.de/baugeschichte/walaltar.html

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto links Akkanthusaltar mit Nepomuk, rechts Nepomuk auf dem Kirchplatz, Hintergund die Burg

Zurück nach Vohenstrauß über den heutigen Ortsteil Altenstadt bei Vohenstrauß. Nun bewegen Sie sich auf den Fußspuren des Bamberger Bischof Otto I.

Altenstadt bei Vohenstrauß

Das Besondere an diesem eingemeindeten Ortsteil ist die Simultankirche St. Johannes Baptist mit dem mittelalterlichen Wehrfriedhof. Die Kirche selbst stammt aus der Romanik, ist im Kern gotisch und wurde 1124 von Bischof Otto aus Bamberg geweiht. Altenstadt war um diese Zeit bedeutend, Der Friedhof hat eine Internate und peinlich exakte Einteilung nach Herrschaftsgebieten: Auf der Südseite wurden die Altenstädter begraben, auf der Westseite die Waldauer, auf der Nordseite die Fiedelbühler und auf der

Ostseite die Leute aus dem benachbarten Tresenfeld

 

 

Fotos: Das Innere der Kirche

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Fotos aus dem Inneren der romanische Kirche

        

   

 

 

 

 

 

 

Der Friedhof besitzt noch heute eine einen Großteil seiner ehemaligen wehrhaften Mauern, wird aber jetzt nicht mehr genutzt. Foto: Fresken aus der Zeit der Romanik.Bischof Otto

Der Name und die Person Bischof Otto I, der Heilige (1102 – 1139)  sind eng mit Altenstadt bei Vohenstrauß verbunden.

Der heilige Otto von Bamberg (1102-1139) führte ein bewegtes Leben: Als Bischof kümmerte er sich um Seelsorge und Mission und als Reichsfürst um den Ausbau seines Territoriums sowie die Vermittlung zwischen weltlicher und geistlicher Macht während des Investiturstreites. Otto I. vermittelte zeitlebens zwischen beiden Parteien – und hatte Erfolg. Doch bevor Otto I. Bischof von Bamberg wurde, machte er Karriere: Zunächst war er Hauskaplan der königlichen Schwester Judit, die mit dem Polenherzog Wladislaw I. Herrmann verheiratet war. Ab 1097 wirkte er in Speyer als Leiter der Dombauhütte. In seiner Amtszeit wurde der Speyrer Dom vollendet. Wenig später wurde Otto I. zum Vorsteher der königlichen Kanzlei bestimmt. Heinrich IV ernannte ihn zum Bischof von Bamberg am Weihnachtstag 1102. Am Lichtmesstag 1103 betrat Otto I. mit einer königlichen Abordnung seine Bischofskirche in Bamberg – und zwar barfuss. Am Pfingstfest 1106 empfing er in Anagni die Bischofsweihe.

Zwei Angaben in den Lebensbeschreibungen des Bamberger Bischofs Otto I., des Heiligen, verfasst von den Michelsberger Mönchen Ebo (1151-1159) und Herbord (1158-1159) erzählen, dass der hl. Otto auf seiner ersten Missionsreise nach Pommern ( Anmerkung: über Kladruby (Kladrau) und Prag) zwei Kirchen geweiht (Anmerkung Altenstadt/VOH und Micheldorf , Richtung Weiden) habe.  Quelle: Wikipedia

 

 

Pfalzgrafenstadt Vohenstrauß (bis 1972 Kreisstadt VOH)

rund 7800 Einw. 580 m ü. M.

Foto: Rathaus der Stadt

 

1124 weilte Bischof Otto aus Bamberg auf seiner Reise über Kladrau kurz in Vohenstrauß.

Die Sulzbacher Grafen waren Anfang des 12. Jahrhundert Besitzer von Vohenstrauß. Nach deren Aussterben (1189) begann die Epoche der Staufer in der Region. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts soll durch die Staufer eine neue Marktanlage gegründet worden sein, 1230 erscheint erstmals der Name „ veteri vohendrezz“ in einer Urkunde.  Vohenstrauß war- mit einigen Unterbrechungen staufisches Reichsgut.

1242 wird bereits der Name „Vohendraz“ verwendet. 1268/69 erhielten die bayerischen Wittelsbacher dem Ort. Durch deren Teilungspolitik kam es zum damaligen Teilherzogtum Niederbayern. 1378 ist der Name „Vohendres“ verbürgt. Herzog Otto V. von Bayern erlaubte die Abhaltung eines ersten Markt, am Sonntag nach St. Gallus nach dem 16.Oktober.

Die Teilungspolitik des Hauses Wittelsbach machte Vohenstrauß zum Spielball. 1669 erbte  Pfalzgraf Friedrich das Pflegamt Flossenbürg mit den Märkten Vohenstrauß und Floß sowie die halbe Herrschaft Weiden-Parkstein. Unter ihm wurde Vohenstrauß zur Pfalzgrafenstadt erhoben. Ihm verdankt der Ort sein Wahrzeichen, die Schloss Friedrichsburg , erbaut in den Jahren 1586 bis 1593. Nach dem Tode des Ehepaares  wurde der Titel „pfalzgräfliche Residenz“ aberkannt. Erneut wechselte der Besitzer 1614 kam Vohenstrauß zu Pfalz-Sulzbach. Der letzte Sulzbacher, Karl Theodor vereinte 1777, die Pfalz wieder mit Bayern. 1912 wurde Vohenstrauß zur Stadt erhoben.

 

Bild: Friedrich von Pfalz-Vohenstrauß-Parkstein. Er war der vierte Sohn von Wolfgang von Pfalz-Zweibrücken und Anna von Hessen. (eine Wittelsbacher Linie).  Am 26. Februar 1587 heiratete er Katharina Sophia von Liegnitz (1561–1608), eine Tochter des schlesischen Herzogs Heinrich XI. von Liegnitz. 

Ihren Höhepunkt erlebte die Stadt 1569 als Pfalzgraf Friedrich das Amt Floß / VOH Parkstein/ Weiden erbte. 1558 erbaute er die Friedrichsburg mit fünf Türmen ( Mittelturm erst 1903) und hohem Steildach als Residenz. Das Eingangsportal trägt den bayerischen Löwen und den schlesischen Adler, Pfalzgraf Friedrich war mit Katharina Sophia von Liegnitz (geb 1561 und Brieg in Schlesien verheiratet und starb am 10. Mai 1608. Die Grabstätten sucht man vergebens, die Fürsten sind in Lauingen in Schwaben beerdigt. Friedrich selbst wurde nur 40 Jahre alt.

Foto: Das Schloss in Vohenstrauß

Die Burg hatte viele Nutzungen Bezirksamt, zuletzt Landratsamt von VOH. Auf 42 Mio. Mark war die Sanierung dieses dominanten Bauwerkes projektiert. 23 Mio. hatte der frühere Finanzminister Max Streibl bewilligt, diese wurden auch verbaut. Die KAB sollte das haus übernehmen, daraus wurde nichts. Sein Ende 2010 ist der Bürgermeister von Vohenstrauß der Schlossherr ( die Stadt hat es aus Verantwortung gegenüber ihrer Geschichte übernommen). Derzeit gibt es Theaterauf-

führungen (Landestheater Oberpfalz), Hochzeiten, Musikvorführungen, Kunstausstellungen durch den Heimatkundlichen Arbeitskreis der Stadt.

Zurück zur Geschichte: 1777 wird Vohenstrauß bayerisch, 1809 bekam es den Sitz des Landgerichtes, die in der Zwischenzeit aberkannten Stadtrechte wurden 1912 erneuert. Was fehlt ist eine langfristige Nutzung um die Burg aus seinem Dornröschenschlaf zu holen. Nun es gibt viele neue Ideen.

 

Fotos links, so sahen die Obergeschosse 1999 noch aus- so finden wir sie 2011 vor. Gewaltiges hat sich getan.

 

 

 

 

 

 

 Fotos über den Fortschritt der Renovierungsarbeiten

Bild 1 2001 alle anderen Bilder März 2011

 

 

 

 

 

 

 

Stadt Vohenstrauß ist seit Februar 2011 Mieter der Friedrichsburg und 1. Bürgermeister Andreas Wutzlhofer neuer Schlossherr mit vielen Ideen. Schloss Friedrichsburg ist im Besitz des Freistaates Bayern und beherbergt die Tourist-Info der Stadt Vohenstrauß. Zugleich befindet sich hier der Sitz der Geschäftsstelle der Tourismusgemeinschaft Naturparkland Oberpfälzer Wald. Desweiteren wird es für kulturelle Veranstaltungen genutzt. Besichtigungen sind nach Vereinbarung möglich.

Mehr Infos Tourist-Info Vohenstrauß · Marktplatz 9 · 92648 Vohenstrauß · Tel. 09651/922230 · Fax 09651/922241 · info@tourismus.vohenstrauss.de · www.vohenstrauss.de

 

Einst eine befestigte Stadt mit Toren und Mauern, der heimatkundlich Arbeitskreis kümmert sich um die Geschichte. Hier verlief die alte Handelsstraße von Prag nach Nürnberg. Abbruch des Tores 1819

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Heimatmuseum ist in einem Ackerbürgerhaus untergebrach. Erste Erwähung:  1601,  zwei Stadtbränden vernichteten das Haus 1763 und 1839. Es wurde jedes Mal wieder aufgebaut. 1993 zog dann das Heimatmuseum in das Ackerbürgerhaus. Dazu gehören Hof und Stadel. Hier besucht der Heimatverein Altenstadt/Waldnaab die Einrichtung.

 

 

 

 

 

 

 

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