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Weg der Verbotenen Straße von Waidhaus/Rozvadov über Bor /Haid nach Kladruby

 

Waidhaus – Rozvadov bis 2008 der größte und wichtigste europäische Grenzübergang durch den „Eisernen Vorhang“ nach Osten.

 

Winston Churchill hat den Ausdruck „Eiserner Vorhang“ als Bezeichnung für die Abschottung des Ostblocks gegen den Westen übernommen: Erstmals verwendete er diesen Begriff am 12. Mai 1945 in einem Telegramm an US-Präsident Truman in Fulton, Missouri: From Stettin in the Baltic to Trieste in the Adriatic an Iron Curtain has descended across the Continent…" Die Bezeichnung wurde von Joseph Goebbels (Hitlers Reichspropagandaleiter) beim Nürnberger Prozess am 23. Februar 1945 als Reaktion auf die Ergebnisse der Krimkonferenz in der Zeitschrift „Das Reich“ (von der Times übernommen) in Anspielung auf den eisernen Vorhang im Theater geprägt. Quelle: Wikipedia

 Diese aus den Angeln gehobene Tür an der A6 vor dem Autobahnübergang ist Symbol für "es gibt kein zurück und das ist gut so, denn

die hermetische Abriegelung des Ostens erfolgte 1948/49. Bereits 1950 durfte niemand mehr ohne besondere Bewilligung die Grenzregion betreten, der „kleine Grenzverkehr” wurde eingestellt, Hauptgrenzübergänge samt Zollämtern wurden teils geschlossen, teils mit massiven Sperren geschützt, grenzüberschreitende Nebenwege wurden abgeschnitten und unpassierbar gemacht. Die Grenzsicherungsanlagen der ehemaligen CSSR an der Grenze zur Bundesrepublik wurden bis 1951 errichtet. Dazu gehörte ein mit 3000 – 6000 Volt geladener dreiteiliger Stacheldrahtzaun in einer Höhe von 2 Metern. Dazwischen lagen auch Minenfelder. Dieser wurde ab 1968 wieder außer Betrieb genommen.

Die Sperranlagen befanden sich nicht am Grenzverlauf, waren aus bayerischer Sicht kaum zu sehen, sondern davon abgesetzt in der Tiefe des Grenzgebietes, teilweise bis zu rund 10 km vom Grenzverlauf entfernt. Im Grenzgebiet wurde für die tschechische Bevölkerung an der Grenze eine "verbotene Zone" und im Anschluss daran ins Hinterland eine "Grenzzone" eingerichtet. Bei Alarmauslösung konnte die Grenze zeitlich schnell abgeriegelt werden. Für Flüchtlinge war es daher wesentlich schwerer, erfolgreich die Grenze zu überwinden. Hinzu kamen Straßensperren mit tiefen Beton -fundamente, die Stahlrohrschranken hatten als Kern ein einbetoniertes Tau.

1968 Prager Frühling- kommt die Öfnung des Eisernen Vorhangs? Auch am Genzübergnag Waidhaus/ Rozvadov war eine Frühlingslüftchen zu spüren- die Kontrollen wurden lockerer, die ernsten Minen der Grnezpolizei etwas heller- doch der Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes machte dem schnell ein Ende.  Bildtafel: Dokumenttaion der Stadt Pilsen

 

 

 

 

 

 

Historischer Moment

Am 23. Dezember 1989 durchschneiden die Außenminister Hans-Dietrich Genscher und Jiří Dienstbier am Grenzübergang Waidhaus - Rozvadov den Grenzzaun  zwischen Tschechien und Deutschland. 1990 werden die letzten Reste des „Eisernen Vorhangs” beseitigt. Mehr Infos zur Geschichte von Waidhaus und dem bedeutenden Genzübergang unter http://www.heimat-waidhaus.de/3.html

Zwischen dem alten Genzübergang und Rozvadov drängt sich heute ein dichtes Netz an Tankstellen, Verkaufsläden, Apotheke und Duty free shops.

 

 

Rozvadov / Roßhaupt

Hier rollte jahrzehntelang der Verkehr von Ost nach West durch. Nach dem Zweiten Weltkrieg und in der Zeit des Eisernen Vorhangs war die Grenze stets geöffnet, Rozvadov/ Waidhaus war der meist benutzte Übergang, da er an der Linie Nürnberg-Pilsen-Prag, der sogenannten „Diplomatenstraße“ lag. Endlose Autoschlangen und Schwerlastverkehr belasteten die beiden Orte. Mit dem Bau der Autobahn A6 in unmittelbarer Nähe wurde es ruhiger. Dieser Grenzübergang, wird nach dem Schengener Abkommen (Dezember 2007) zurückgebaut. Die Idee, hier eine bayerisch / tschechische Dokumentationsstelle über die jahrtausendalte Grenzgeschichte einzurichten, wäre begrüßenswert.

Die Einrichtung dort ist einzigartig, denn die meisten Grenzübergänge sind schon abgebaut worden. Aus Sicht des historischen Gedenkens, das ja noch recht kurz ist und noch nicht mal eine Generation umfasst, wäre es sicher gut, wenn dokumentiert würde, wie es aussah, als die Grenze zwischen den Nachbarn Bayern und Böhmen nahezu geschlossen war“, sagt der tschechische Europaabgeordnete Pavel Poc. Quelle Radio Prag am 24.11.2010

Ursprünglich war Roßhaupt ein kleines Grenzdorf im Landkreis Tachau. Sein ursprüngliche Name lautete „Sieh dich führ“ "Pozorka", ein Wort aus der Sprache der Fuhrmänner, Die Gründung geht in die Mitte des 16. Jahrh. zurück, die jetzige Bezeichnung stammt von 1885. Ein Zollamt gab es bereits 1613. Das kleine Dorfkirchlein Sankt Wenzel stammt aus dem Jahre 1825, wurde 1945 zum Getreidespeicher und später als Kino genutzt, heute eine Ruine.

1938 hatte Roßhaupt 137 Häuser mit rund 790 Einwohnern. Heute wohnen im Ort rund 800 Menschen. Nach dem Ende des Transitverkehrs wurde der Ort verschönert, der Dorfplatz neu gestaltet, die Vietnamesenmärkte und das Rotlichtmileu zurückgedrängt.

Museum des Eisernen Vorhangs wurde in Rozvadov /Roßhaupt/Waidhaus

Im tschechischen Ort Rozvadov / Rosshaupt am Grenzeübergang Waidhaus im Landkreis Neustadt / Waldnaab wurde Anfang Mai 2011 das lang geplante Museum des Eisernen Vorhangs eröffnet. Untergebracht ist es im ehemaligen Gebäude der Zollverwaltung auf der Grenzlinie und bietet reichlich Fotos und Repliken bedeutender historischer Dokumente. Zu sehen sind auch viele andere Ausstellungsstücke, wie Uniformen, Funkgeräte oder Gustav Husáks Telefon für den heißen Draht zum Kreml. Die Ausstellung in acht Räumen birgt es auf 320 Quadratmetern historische Zeugnisse vom Entstehen des Eisernen Vorhangs bis zu seinem Fall. Es will einen Überblick über die wichtigsten Weltereignisse des 20. Jahrhunderts, besonders der Zeit des Kalten Krieges vermitteln. Die Idee, das Museum zu errichten ist für kommende Generationen sehr wichtig. Gezeigt wird sie Zeit vom 1.Weltkrieg bis 1989. In Mödlasreuth bei Hof existiert ein Museum der ehemaligen DDR Grenze und wird häufig besucht. Öffnungszeiten: Jeweils Donnerstag bis Sonntag von 10: 00 Uhr bis 17: 00 Uhr. Informationen über das Museum gibt es unter www.ironcurtain.org

Video Clip: www.oberpfalz.tv/.../eroeffnung-museum-eiserner-vorhang.html

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Der Markt Primda (Pfraumberg)

Pfraumberg ist der erste größere und historisch bedeutsame Ort an der alten Pragerstraße. Über dem Ort Pfraumberg ragt auf einem 848 m hohen Hügel der Rest eines monumentalen romanischen Burgturmes aus den Baumwipfeln hervor. Man sieht ihn aus der Oberpfalz oder von Taus und Tachau kommend. Das Schicksal dieser Burg ist eng mit den böhmischen Königen verbunden. Zu besteigen ist die Ruine auf einem schönen Wanderweg nur von der Ortschaft Pfraumberg aus, der am Sportplatz beginnt. Die Burg der älteste erhaltene Steinburgbau in Böhmen. 1969 bis 1977 wurde der Turm restauriert, der Gipfel zum Naturschutzgebiet erklärt. Derzeit ist die Ruine aus Sicherheitsgründen  gesperrt, Steine hatten sich gelöst. Die Aussicht kann nur vom Spätherbst bis zum Frühjahr genossen werden, ansonsten versperren Bäume die Sicht.

Als Bauwerk von historischem und kulturellem Wert wurde die Burg Pfraumberg zum nationalen Kulturdenkmal erklärt. Die erste Erwähnung datiert aus dem Jahre 1121. Gründer der Burg aber war der Oberpfälzer. Markgraf, Diepold III. von Vohburg. Nicht gerader rechtsmäßig, lag sie doch auf böhmischen Grund. Als der böhmische Herzog Vladislav I: . davon erfuhr, zog er gegen diese Burg und eroberte sie. Die erste sichere Nennung der Burg erfolgte 1126. Gleichzeitig entstanden die Burgen in Görlitz (heute Sachsen, Tachov und Klodzko (Glatz) heute Polen. All diese Orte gehörten einst zur böhmischen Krone.

Quelle: Fortschreibung der Cosmas Chronik durch Vysherader Kanoniker. Die Burg war Gefängnis für etliche prominente Gefangene, u.a. des böhmischen Herzogs Soběslav II.und des böhmischen Königs Ottokar II. Přemysl.

 Johann von Luxemburg verpfändete die Burg um 1318 an seinen Kämmerer und Marschall Wilhelm Hase von Waldeck, zwei Jahre später erwarb er sie zurück. 1336 belagerte sie Ludwig der Bayern, jedoch ohne Erfolg. 1344 kaufte Karl IV. die Burg und so wechselten rasch die Besitzer.

Von 1445 bis 1529 besaßen die Burg die Herren von Schwamberg, sie investierten jedoch wenig und die Burg verfiel bereits jetzt. Die bei Taus lebenden Choden bemängelten diesen Zustand, da sie die Burg als Zufluchtsort betrachteten. Kaiser Rudolf der II. verkaufte die Burg, die neuen Besitzer wohnten gar nicht mehr auf ihr. 1675 kaufte das Adelsgeschlecht der Novohradští von Kolowrat das Städtchen.

 

 Foto. Nur die Kirche St. Georg in Pfraumberg blieb nach dem Beschuss der Amerikaner 1945 vom Ortszentrum übrig. Ein Grund, warum die Ortsmitte eher einen trostlosen Anblick vermittelt. Auch die Statue des Johannes von Nepomuk überlebte den Krieg und steht heute mahnend am Straßenrand des Ortes mit rund 1500 Einwohnern. Zwei alte Postkarten vor 1940  zeigen den Ort in seiner Geschlossenheit.

 

 

 

 

 

 

Die Geschichte des Ortes ist eng mit der Burg verbunden. Hier entstand eine Zollstation nach Nürnberg zu. Pfraumberg wurde zu einem Verwaltungszentrum der sogenannten Pfraumberger Choden. Die Choden (tschechisch Chodové) sind eine tschechische Volksgruppe, die im Südwesten Tschechiens rund um die Stadt Domažlice (Taus) zwischen Pilsen und der deutschen Grenze über Pfraumberg, Tachov bis Chodova Plana lebt. Bei ihren Grenzgängen begleitete sie der Chodsky pes (Chodenhund). Bis heute pflegen die Choden eine reiche Volkskultur mit Musik, zu der auch Dudelsackspielen gehört, Trachtengruppen und Volkskunst. Oft und gern gesehen sind sie im Raum Furth i.Wald und Eschlkam, Neunkirchen Hl. Blut.

Diese Grenzwächter hatten bis ins 16. Jahrh. die Aufgabe, die Landesgrenze zu bewachen. 1331 erhielt das Städtchen viele Rechte durch Johann von Luxemburg. Bis zum 16 Jahrh. gab es sogar Stadttore und Mauern. 1939 wohnten hier 1200 Menschen, Pfraumberg war Sitz des Kreisamtes und Fremdenverkehrsort. Am 20. April 1945 beschossen Amerikanische Flieger den Ort, da sich hier deutsche Soldaten aufhielten. Ein großer Brand zerstörte 150 Häuser, das Rathaus, den Herrschaftssitz, die St. Georgs Kirche brannte aus ,1989 bis 1993 wurde sie wieder renoviert und eingeweiht Das gesamte historische Stadtzentrum lag 1945 in Schutt und Asche, auch die Burg bekam einiges ab. Überlebt hat das Inferno lediglich die im Zentrum befindliche Nepumukstatue aus dem Jahre 1734.

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Blick vom Pfraumberger Gürtel nach Osten

 

 

 

Weit geht der Blick in den Pilsner Talkessel von den Höhen des Pframbergs. Nach zirka zwei Kilometern fahren wir vorbei am Dorf Velké Dvorce (deutsch Groß Maierhöfen, auch Groß Meierhöfen), heute Ortsteil von Pfraumberg. Südwestlich des Dorfes entspringt die Úhlavka. Um 1680 soll das Schloss im Auftrag des Grafen von Kolowrat erbaut worden sein. Das mitgenommene Schloss wurde 1993 von den Grafen von Kolowrat verkauft, das Dach ist renoviert. Der riesige Park ist noch im schlechten Zustand.

 

An der Straße von Pfraumberg nach Bor liegt das Schloss  Zamek Velké Dvorce (Schloss Mayerhöfen) in einem großen Park. Wie soll es genutzt werden? Das Land hat zu viele Schlösser, ein Erbe der Habsbuger Epoche.

Riesige Ostbaumplantagen ziehen sich an der Straße entlang.

 

 

 Bor u Tachov / Haid

 

Die Stadt Bor liegt rund 20 km von der deutschen Grenze entfernt; zirka 2600 Einwohner. Die erste schriftliche Urkunde über Haid (Hayda) geht auf das Jahr 1263 zurück. Rund um die Burg wuchs bald ein Ort heran. 1318 wurde der Ort durch einen Überfall des Landgrafen Ulrich von Leuchtenberg verwüstet.

Um die Mitte des 14. Jahrh. bis 1650 kamen die Burg und der Ort Haid an das Geschlecht der Schwamberger, diese gehörten zu den bedeutendsten böhmischen. Adelshäusern,.

Wahrzeichen der Stadt ist die Burg Haid, direkt an der Prager Straße mit ihrem mächtigen Walzenturm. Dieser einmalige Bau aus dem 13. Jahrhundert hat sich ohne wesentliche Veränderungen bis heute erhalten.  Am Ende des 16. Jahrh. wurde sie nochmals im Renaissancestil umgebaut, eine weitere Veränderung erfuhr sie im 19. Jahrh. unter Karl Thomas von Löwenstein. Unter der kommunistischen Zeit, anfangs der 50er Jahre, ließ man das verödete Schloss kostspielig renovieren. Derzeit wird es wieder renoviert. Im Juni 2003 wurde der Öffentlichkeit der erste rekonstruierte Teil vorgestellt. Öffnungszeiten: April, Oktober Di-Fr 10: 00-12: 00 13: 00-17: 00 Mai-September Di-Nein 10: 00-12: 00 13: 00-17: 00 (selbstständig oder mit Reiseführer). 

 

 

Die Burg selbst stand an exponierter Stelle, denn genau hier führte die alte Handelsstraße von Ost nach West von Prag nach Nürnberg vorbei und zusätzlich ein alter Handelsweg von Süd nach Nord (Taus / Domaslice - Bischhofteinitz über Tachau)

 

 

 

 

 

 

Foto: Rathaus in Bor

 

 

Wappen der der Adelsfamilie der Schwamberger (tschechisch ze Švamberka)

 

über der Rathaustüre

 

 

 

Das aus Westböhmen stammende Geschlecht ist dort seit dem 13. Jahrhundert nachweislich und seit 1287 auf seiner Stammburg Schwanberg bei Krasíkov (hier weilte 1413 Hus im Exil) ansässig, die von Bohuslav von Bor im 14. Jahrhundert erbaut wurde. Von dort aus erwarb das Geschlecht, das sich nach seinem Wappen - einem weißen Schwan mit güldenem Schnabel - benannte, seit dem 14. Jahrhundert große Besitztümer in Westböhmen. Das erste Familien -mitglied, das damals noch das Prädikat von Schwamberg führte, war 1350 Bohuslav, Richter am Landgericht.

Die Linie in Bor (Haid) Johann († 1533 in Bor), dritter Sohn von Hynek aus dem Geschlecht der Schwanberg von Bor und Kraíkov. Durch die Heirat mit Bengina von Starhemberg (Benigna ze Starhemberka) und die Nähe zu Bayern, kam es bei seinen Nachkommen zur Vermischung mit Deutschen. Johann trat dem protestantischen Glauben bei.

 

 

 

 

Pfarrkirche St. Nikolaus

Die barocke Pfarrkirche von Haid ist dem Hl. Nikolaus geweiht und steht auf dem Stadtplatz. Bekannt und beliebt sind die Konzerte in der Kirche.Von Tirshenreuth und Bärnau fährt regelmäßig ein Bus zu derartigen Veranstaltungen.

 

Kurz vor Benesovice stößt auch die Route der „Goldenen Straße“ von Tachov kommend, auf die ehemaligen Europastraße 50

 

Benesovice (Beneschau)

Autobahnausfahrt der VIA Carolina nach Kladruby und Stribro

Der Ort Benešovice (deutsch Beneschau) befindet sich im Kreis Pilsen und wurde erstmals 1115 erwähnt. Im Ort wohnen rund 170 Personen. Benešovice liegt 8 km westlich von Stribro bis zum Bau der Autobahn führte die Europastraße 50 durch den Ort. Heute ist es ein ruhiges Dörflein, mit einem sauberen Dorfplatz in dessen Mitte die Kapelle der Jungfrau Maria steht. Ob die Taubengattung „Beneschauer Tauben“, die um 1945 in Tschechien gezüchtet wurde aus diesem Dorf stammt, ist dem Autor nicht bekannt. Taubenzüchter wissen es: „Die Beneschauer Taube ist eine echte Bauerntaube von kräftiger Figur“.

 Im Wechsel der Jahrhunderte veränderte sich die Reiseroute zwischen Prag und Nürnberg. Je nach Zeit nahmen die Reisenden den Weg von Benesovice nach

 

Kladruby / Kladrau – oder Stribro/Mies

 

Ein typisches Straßendorf an der Altstraße. Am Ortsende das älteste Benediktinerkloster Westböhmens. Einstmals trug es das Patronat des Hl. Wolfgangs zu Regensburg, der hier einen Beum geplanzt haben soll. Bischof Otto von Bamberg besuchte das Kloster. Gegründet wurde dieses vom schwäbischen Zwiefalten aus. Kaiser Josef II.   löste das Kloster im Rahmen der Säkularisation auf.

 

 

 

 

 

Fotos: So präsentierte sich das Kloster bei meinem ersten Besuch 1990- Auferstanden aus Ruinen das zweite Bild 2010- noch wird fließig weiterrestauriert- alles unter der Ausicht des Staatlichen Denkmalamtes in Pilsen

Links das Wappen der Fürsten von Windischgrätz, denen das Kloster bis 1945 gehörte.

Rechts das alte Klosterwappen der Benediktiner

 Besucher sind hier will -kommen. Die Barockgotik des Baumeisters  Giovanni Santini Aichel ist eine böhmische Spezialität und die Asambilder in der Kirche runden den Eindruck ab.

Mehr Informationen zu Kladruby (Buchungsmöglichkeiten einer Führung) auch in den WebseitenGoldene Straße-Westböhmen

 

Blick aufs Kloster von der Autobahn aus- im Hintergrund die Stadt Stribro (Mies) Kloster Kladruby

 

 

 Pfarrkirche St. Jakob d.Ä. inmitten des Ortes und die alten Glocken im Turm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rund 5 km entfernt liegt die Stadt Stribro /Mies mit seinem großen Marktplatz dessen Dominante das Rathaus mit der herrlichen böhmischen Renaissance Fassade.

Das Hotel Alexander am Markt bietet eine ausgezeichnete Möglichkeit zur Übernachtung, Parkplätze im Hof, Aufzug, modern gestalte Hotelzimmer. Adresse siehe diese Webseiten unter "Toursimus"

 

... und somit schließt sich der Kreis- für Urlauber unserer Region eine wunderschöne Möglichkeit im Rahmen einer oder zweiter Tagestour(en) eine Entdeckungsrundreise über die südliche und nördliche Route der Goldenen Straße zu machen.....das Tourimusbüro Neustadt ist Ihnen gern behilflich.

 

 

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