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Pilsen Barock Kladruby-Zwiefalten-ein Projekt Pilsen2015

    

Die ehemaligen Benediktinerklöster Kladruby und Zwiefalten

Dokumentation über die Klöster Zwiefalten (schwäbische Alb) und Kladruby (Westböhmen)

 "Kladbara", die geheimnisvolle Frau im  D/CZ Buch der Partnerschulen aus Stribro, Kladruby und Altenstadt, machte es möglich. Durch Zufall fädelte sie einen Kontakt von Altenstadt zum Rathaus Zwiefalten ein, der weitreichende Folgen haben sollte. Wer sich mehr über Kladbara interessiert, kann sie in unseren Webseiten finden. In der Woche nach den Osterfeiertagen 2008 reisten Bürgermeister Hubertus-Jörg Riedlinger aus Zwiefalten mit seiner Ehefrau Anita und dem damaligen Rektor der Grundschule Altenstadt zum Denkmalamt Pilsen und ins Rathaus in Kladruby. Ziel der Reise: Vorstellen des Projekts über eine 900jährige Verbindung der Orte Zwiefalten / Kladruby.

Fünf Jahre sind nun vergangen- nun wird es ernst. Im Rahmen des Projekts Plzen Kulturhauptstadt Europas 2015 soll das Proejkt Zwiefalten-Kladruby ins Thema Pilsen_Barock eingebunden werden. Der Grund entspringt einem Versprechen:

Ein Versprechen 

Die Neubelebung der Kontakte verdanken die beiden Orte dem tschechischen Priester Monsignore Jaroslav Kubovec. Im März 1949 flüchtete der Kaplan, Jaroslav Kubovec (zuletzt in Potvorov bei Pilsen) nach Deutschland. Die Geheimpolizei wollte ihn und den Pfarrer verhaften. Über Würzburg kam er nach Schwaben, J. Kubovic war in Dürrenwaldstetten 45 Jahre als Pfarrer tätig. Er starb 1997, sein größter Wünsch, den er an den Bürgermeister von Zwiefalten richtete: „Sollte der Eiserne Vorhang einmal fallen, nehmen Sie bitte die alten Kontakte der beiden Klosterorte wieder auf“. Weitere Bitten zur Unterstützung dieser Verbindung kamen an Herrn Riedlinger vom Cousin des Monsignore, Pater Vladislaus Sysel, aus Loučim bei Domažlice. Er schreibt am 29.11.1996: „Ich wäre froh, wenn eine freundschaftliche Zusammenarbeit und sogar Unterstützung zwischen Zwiefalten und Kladrau zustande kommen würde und die geschichtlichen Verbindungen von Zwiefaltener Benediktinern und den Anfängen von Kladrau in der Bevölkerung und Öffentlichkeit neu belebt würden.“ Pater Kubovec lebte auch in Deutschland nicht sicher, eines Tages erhielt er ein anonymes Paket, darin versteckt eine Bombe, zum Glück hat er es nicht geöffnet. Mehr dazu in der Dokumentation.

Der Geschichtsverein Zwiefalten griff diese  Idee auf und machte sich ans Werk, die Beziehungen der beiden Klöster Zwiefalten in Württemberg und Kladruby in Böhmen näher zu untersuchen und beide Klosteranlagen miteinander zu vergleichen.Eine Dokumentation, die auf zweisprachigen Tafeln in Deutsch und Tschechisch gedruckt nach Kladruby gebracht werden sollen.

 

Projektentwicklung auf deutscher Seite

Die von Monsignore Pfarrer Jaroslav Kubovec angestoßene und von Bürgermeister Hubertus-Jörg Riedlinger aufgegriffene Projektidee war Anlass  für ein  kunsthistorisches Seminar mit Studenten von Professor Dr. Hubert Krins im Jahre 1998. Dieses Seminar war wiederum Orientierung für den „Projektpionier“ Dr. Reinhold Halder, der die Textmaterialien  von Tübinger Studenten sichtete, auswertete und in der Folge die Texte zu den Tafeln mit Bildvorschlägen entwarf. Dr. Halder ist ein profunder Kenner der Zwiefalter Kloster- und   Baugeschichte. Seine Beiträge zur "Bau und- und Kunstgeschichte des alten Zwiefalter Münsters" und zum Baumeister des aus der Oberpfalz stammenden  Baumeister des  Münsters, Johann Michael Fischer.Zwiefalter Münsters, Johann Michael Fischer zeugen hiervon.

Dr. Gabor arbeitet seit  2007 am  Zwiefaltner/Kladrauer  Projekt mit. Er hat die Texte von Dr. Halder für die Ausstellungstafeln mit weiteren Bildbeispielen nach didaktischen und -gestalterischen Gesichtspunkten aufbereitet.  Dr. Markus Blumenschein hat in den Jahren 2008 und 2009 an dem Projekt mitgewirkt, bis er aus beruflichen Gründen nach Brasilien umsiedeln musste.

Dr. Gabors derzeitige Aufgabe besteht darin, die von Herrn Riedlinger, im Entwurf fertiggestellten Tafeln, durchzuschauen und ihm mit Rat und Tat beizustehen. Ein Glücksfall, da er viel Erfahrung besitzt. So hat er an der Gestaltung bedeutender Ausstellungen mitgewirkt, so z.B. bei der großen Württemberger Landesausstellung "Alte Klöster – neue Herren. Die Säkularisation im deutschen Südwesten 1803" im Jahr 2003“. Er gilt in Fachkreisen als ein ausgewiesener "Barockexperte".

Foto v.l.n.r.Dr. Ingo Gabor, Dr. Reinhold Halder und Dr.Markus Blumenschein bei den Planungen im Rathaus Zwiefalten.

Erster Besuch in Kladruby

Foto: Besuchergruppe aus Zwiefalten beim ersten Besuch 1999

 

 

        

 

 

 

 

 

 

 Projekt Pilsen Kulturhauptstadt Europas - Plzen_Barock 2015

      

    

 

 

Die Orte Kladruby und Zwiefalten /Baden Württemberg präsentieren der gemeinnützigen Gesellschaft Plzeň 2015 zur Vorbereitung und Realisierung des Projektes Kulturhauptstadt Europas 2015 einen Themenbereich, der Kunst und Musik verbindet.

Zwiefalten und Kladruby (Gründung 1115), zwei Klöster, rund 400 km entfernt, blicken 2015 auf eine 900jährige Geschichte zurück.

 

1089 wurde Zwiefalten aus dem Reformzentrum Hirsau besiedelt. Anfang des 12. Jahrhunderts nahm Zwiefalten personell maßgeblichen Einfluss auf das neu gegründete Kloster Kladruby in Böhmen. Dynastische Beziehungen der gräflichen Familie von Berg, Wohltäter und Vögte der Abtei Zwiefalten, bildeten die Brücke nach Böhmen. Wie lange der Kontakt zwischen den Zwiefalten und Kladruby bestand, ist offen. Beide Klöster fanden ihr Ende in der In Kladrau stiftete Herzog Vradislav II. das Kloster im Jahr 1115 und stattete es mit viel Vermögen aus. Ehe der Konvent eigenständig alle seine Aufgaben erfüllen konnte, mussten aus Zwiefalten dreimal Mönche geschickt werden, die es gewohnt waren, nach den strengen Hirsauer Bestimmungen zu leben. Die Vermittlung kam durch Herzogin Richinza zustande, eine Adelige aus der Nähe von Zwiefalten, deren Familie dem dortigen Kloster Schenkungen machte. Die böhmischen Herzöge und Könige förderten das Kloster Kladruby, weil sie es zur Verwaltung Westböhmens brauchten.

                                                                        

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 Luftbildaufnahme Kloster Zwiefalten
 
 

 

 
 

 

 

 

Bild: Im Denkmalamt Pilsen 2008 v.l.n.r. Karel Matasek, Dr. Karel Dolista, Mgr.David Ruzicka, Direktorin Mgr. Ludila Drncova, Bürgermeister Hubertus-Joerg Riedlinger.                                                                                                                                          

 

 

 

 

 

Im Rathaus Kladruby erläuterte Hubertus-Jörg Riedlinger, Bürgermeister aus Zwiefalten die über 900-jährigen Kontakte zum böhmischen Kloster Kladruby. 

Besuch im Kloster und Rathaus Kladruby

 

Foto. Rathaus Kladruby v.l. n. r. Frau Anita Riedlinger, Herr Hubertus-Jörg Riedlinger, Starostka města Mgr. Svatava Štěrbová , Dolmetscherin Pavla Kovrinkova,

Rainer Christoph (Altenstadt),  Jřii Čhechura, ehemaliger Direktor der ZS Kladruby,,2. Bürgermeister Jaroslav Pošpisil.

 

 

 

 

 

 

 

 

Fachkundige Besichtigung des Klosters unter der Leitung des Kastellans vom

Klášter Kladruby  -  stránky kastelána kladrubského kláštera pan Ing. Milana Zoubka

 

 

 

 

 

Auch hier wurde aus Sicht der Stadt Kladruby voll Unterstützung signalisiert. 

 

Foto: links Jřii Čhechura, rechts an der Treppe oben Ing. Milana Zoubka ,

darunter die Dolmetscherin, Dr. Ingo Gabor und Bürgermeister Hubertus-Jörg Riedlinger

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Barocke Fassade der Klosterkirche in Zwiefalten. Ebenso wie Kladruby (Kladrau) wurde das schwäbische  Kloster in der Zeit der Säkularisation aufgelöst.

 

 

Im Juli 2008 fand in Kladruby ein drittes Treffen mit Vertretern aus Zwiefalten, dem Denkmalamt Pilsen und der Klosterverwaltung Kladruby statt. Ziel: Vereinbarung der weiteren Vorgehensweise der Dokumentation, koordiniert durch das Denkmalamt Pilsen. Ehrenamtliche Arbeit benötigt Zeit und so  beriet durch eine personelle Veränderung eines wichtigen Mitarbeiters in Zwiefalten das Projekt stecken.

Nun haben alle Projektinitiatoren ein gemeinsames Ziel: PILSEN2015

Die Ernennung der westböhmischen Metropole zur Kulturhauptstadt Europas eröffnet ein weites Programm und bindet auch die umliegenden Orte und Kulturzentren, wie Kladruby mit seinem Kloster, ein. Gleichzeitig feiert das ehemalige Benediktinerkloster 2015 das 900jährige Bestehen. Große Fortschritte haben die Renovierungsarbeiten durch die kontinuierliche Betreuung des Denkmalamtes Pilsen gemacht. Dieses hat seit 2010 mit Herrn Ing.arch. Jan Kaigl  eine neue Leitung.

 

 

 

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Vorgehensweise:

Eine Projektmappe "Zwiefalten - Kladruby" wurde bereits im Januar 2012 beim Start des Projekts Pilsen2015 an die Projektleitung im Bay. Böhmischen Kulturzentrum Schönsee übergeben.

Foto: Im neuen Glanz erstrahlt das Konventgebäude, das bis 1945 von der Familie Windischgrätz genutzt wurde.

 

  1. Präsentation einer Ausstellung über alte Verbindungen

1.1   Bürgermeister H. Riedlinger und viele Mitarbeiter haben zirka 16 Tafeln (1mx 2m) mit deutschen Texten fertiggestellt.

 

1.2  Der Vorsitzende des Fördervereins Goldene Straße e.V. konnte Frau Bürgermeisterin (Starostka města) Mgr. Svatava Štěrbová aus Kladruby als tschechischen Projektpartner gewinnen. Sie koordiniert das weitere Vorgehen mit dem Kloster und dem Denkmalamt, was die historischen Daten, die Übersetzung und das Sammeln von Fotos zum Kloster Kladruby anbelangt. Das Layout der Tafeln erfolgt dann in Zwiefalten. Weitere Tafeln sind noch in Planung.

       2. Konzert im Kloster

Herr Peteřik aus Střibro und Rainer Christoph konnten ebenfalls Herrn Direktor Miroslav Brejcha von der Musikhochschule Pilsen gewinnen, ein Orchester für das Weinrauch Konzert im September 2013 oder 2014 zur Verfügung zu stellen. Mitwirkende/  gemischter Chor der Basilika Zwiefalten und  La Tessoualle Frankreich (Partnerstadt von Zwiefalten, sowie Orchester der Musikhochschule Pilsen.

Zur Aufführung kommt ein Konzert des Komponisten.

Ernest Weinrauch, am 17. Oktober 1730 in Donauwörth/Bayern als Sohn eines Handwerkers geboren. Bereits Mit sieben Jahren kam er in das Kloster Zwiefalten und hat es bis zu seinem Tod die Benediktinerabtei Zwiefalten 1793 nicht mehr verlassen.  Als er dort mit der Profess im Jahre 1748 ins monastische Leben eintrat, stand das oberschwäbische Kloster bereits in seiner vollen barocken Blüte.

Bis zu seinem Tode am 9. April 1793 bekleidete Ernest Weinrauch die Ämter des Subpriors und Ordenskapitulars; als Chorregent machte er es sich zur Aufgabe, den um die Jahrhundertmitte erbauten Kirchenraum des Zwiefaltener Münsters mit Musik zu füllen. In seinem Wirkungskreis war Ernest Weinrauch als hervorragender »Kontrapunktist, Orgelspieler und Kompo-nist« bekannt. Er widmete sich - so der heutige Stand der Forschungen, ausschließlich der Kirchenmusik. Erhalten sind eine große Messe in C-Dur, das Oratorium »Kain und Abel«, eine Fülle kleiner Kompositionen, sowie das Requiem in c-Moll und die Messe in g-Moll, die am 2. November 1997 im Zwiefaltener Münster erstmals wieder aufgeführt wurden.

 

 

 

 

 

Pressebericht Reutlinger Anzeiger 27. 09. 2011

 

ZWIEFALTEN. Anlässlich des 275. Geburtstages des für die oberschwäbische klösterliche Musik so bedeutenden Meisters Ernest Weinrauch wurde im Jahre 2005 in Zwiefalten die Reihe der »Ernest-Weinrauch-Konzerte« ins Leben gerufen. Das vierte dieser Konzerte geriet für eine große Zuhörergemeinde zum glanzvoll überwältigenden Hörgenuss.

Unter der Leitung von Jörg Sommer musizierte ein von Stefan Hatvani einstudiertes Adhoc Orchester gemeinsam mit dem speziell für die Weinrauch-Konzerte gegründeten Chor, einem Klangkörper von 52 Sängerinnen und Sängern aus der Region, für dieses Konzert ergänzt durch 33 Choristen aus Zwiefaltens Partnerstadt La Tessoualle und eine Sängerin aus der befreundeten Gemeinde Ohorn bei Dresden.

 

Konzert in Kladruby

Für die Koordination der musikalischen Aufführung des Weinrauch Konzerts in Kladruby ist Herr Otto Reichard ( siehe Bild) zuständig.

Den Zeitpunkt wird das Projektbüro Plzen2015 mit der Bürgermeisterin in Kladruby abstimmen.

Zwiefalten bittet um einen Konzerttermin am:

 

 

 

 

 

Samstag, 31.Mai 2014 ist das Konzert und die Ausstellungseröffnung  in Kladruby geplant.  Das Konzert in Zwiefalten wird zuvor am Samstag, den 24. Mai stattfinden.

Der gemischter Chor der Basilika Zwiefalten / Frankreich  wird bei der Aufführung in Kladruby: vom Orchester der Musikhochschule Pilsen begleitet.

Herr Direktor Brejcha (Mitte) hat die Unterstützung freundlicherweise zugesagt.

l. Herr Vaclav Peterik, r. Rainer Christoph

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