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Kostenloskultur in der Bildung (Blogstöckchen)

Learning materials (picture)

Learning materials - free, expensive, priceless?

Im Vorfeld des kommenden #EDchatDE Nr. 93 zum Thema „Ist Geiz geil? – Kostenloskultur in der Bildung“, eines #SummerSpecials, das von Andreas Wittke und Anja Lorenz geplant und vorbereitet wurde, haben die Moderatoren ein Blogstöckchen unters Volk geworfen, und Herr Mess war so freundlich, mich in seinem Blogpost zur Teilnahme aufzufordern.
Das Anliegen und die Fragen stehen in diesem Blogbeitrag von Anja Lorenz. Und nun versuche ich also, das Stöckchen so elegant wie möglich aufzufangen und mache mich an die Beantwortung.

• Was waren die letzten 3 Bildungsressourcen (Materialien, Bücher, Kurse, Workshops, Konferenzen, Devices/Hardware…), die Du kostenlos bekommen und verwendet hast?

a) Da fallen mir als erstes die „Konferenzen“ ein, an denen ich per Twitterchat teilgenommen habe: Hauptsächlich natürlich bei #EDchatDE, aber auch bei anderen, die ich etwas kennengelernt habe, z. B. #edchat, #FutureEdchat und #ArchLearn. Es mag manchen seltsam erscheinen, dass man in auf 140 Zeichen begrenzten Kurzmitteilungen, die während des Chats offenbar sogar wild durcheinander purzeln, etwas lernen kann – doch ich kann nur sagen, die Teilnahme an den Chats haben meinen Horizont erweitert. Ich habe dort kluge, innovative und humorvolle Kolleginnen und Kollegen kennengelernt, die ich anderswo nicht getroffen hätte.

b) Als zweites denke ich an die Webinare, die von Jürgen Wagner am Landesinstitut für Pädagogik und Medien Saarland organisiert und mit durchgeführt werden. Es gelingt ihm regelmäßig, erfahrene und interessante Dozenten zu gewinnen, die über aktuelle Themen informieren und gute, umsetzbare Tipps weitergeben.

c) Schließlich sind es die Aufsätze und Ideen von Jean-Pol Martin, dem Entwickler des Unterrichtsprinzips #LdL, die ich in den vergangenen Jahren immer besser kennenlernte, und die meinen Unterricht bereichert und verändert haben.

d) Unbedingt muss ich noch Jochen Lüders’ Blog nennen, dessen Arbeitsblätter, Tipps und sonstige Materialien nicht nur zahlreich, sondern auch qualitativ hochwertig sind. Jochen ist ein Englischlehrer-Kollege, den ich fachlich und menschlich sehr schätze.

• Und was waren die letzten 3 Bildungsressources, für die Du (oder Dein/e Arbeitgeber/in) Geld ausgegeben hast?

a) Holger Lindemann. Wie Schulentwicklung gelingt. Einschätzungen von Lehrern und pädagogischen Mitarbeitern zu Gelingensbedingungen von Schulentwicklung an ihrer Schule. Weinheim: Beltz Juventa, 2013. – Muss ich erst noch lesen.

b) Abonnement der Zeitschrift Schultheater (Friedrich-Verlag). – Immer wieder gute und einsetzbare Tipps zur Theaterarbeit.

c) Christine Fink/Oliver Fink. Move Ya! Grammatikspiele mit Bewegung für den Englischunterricht. Mülheim an der Ruhr: Verlag an der Ruhr, 2013. – Hmm. Seltsamer Kauf. Einen Teil der dort beschriebenen „Spiele“ verwende ich ohnehin schon, einen anderen Teil werde ich nicht einsetzen, weil sie mir unpraktisch erscheinen.

• Betrachte diese 6 Punkte und überlege, ob es für Dich einen Unterschied macht, ob Du für etwas im Bildungsbereich Geld investiert hast oder nicht.

Die Frage finde ich etwas unklar formuliert. Welcher „Unterschied“ ist denn da gemeint? Schätze ich etwas mehr, weil es Geld gekostet hat? Nein. Ist es von vornherein sicher, dass bezahlte Materialien nützlicher sind? Nein. Es gibt sowohl bei zahlungspflichtigen als auch bei kostenlosen Angeboten Autorennamen, die ich mit guter Qualität verbinde – und es gibt von beiden Sorten Angebote, die qualitativ enttäuschen.

• Wann gibst Du für etwas Geld aus? Wann sind für Dich kostenlose Bildungressourcen die bessere Lösung?

Das lässt sich so allgemein überhaupt nicht sagen. Wenn ich etwas finde, das mir für den Unterricht nützlich und wertvoll erscheint, dann versuche ich, es zu bekommen. Wenn es kostenlos ist, freue ich mich. Wenn es nur für Geld zu haben ist, ist es normalerweise erschwinglich. Glücklicherweise brauche ich so gut wie nie wirklich teure Bücher zu kaufen (über 40 oder 50 Euro). Ansonsten: siehe vorhergehende Frage.

• Hast Du selbst schon OER oder kostenpflichtige Lerninhalte ins Netz gestellt?

a) OER: Meine Materialien zu Robert Schneiders „Schlafes Bruder“ gehören wohl mit zu den ältesten immer noch im Netz verfügbaren kostenlosen Handreichungen (1996) – sie wurden damals auch über Mailboxen im Bayerischen Schulnetz zum Download angeboten und waren einigermaßen begehrt, wie ich hörte. Aus jüngerer Zeit kann ich Präsentationen bzw. Downloads zu LdL-Themen nennen (s. auch die Dokumentation des LdLMOOC2).

b) Kostenpflichtig: Indirekt. Im Rahmen meiner Mitarbeit an Werken der „Viewfinder“-Reihe (Hg. Prof. Dr. Peter Freese; zunächst Langenscheidt-Longman, dann Langenscheidt ELT, jetzt Klett-Langenscheidt) habe ich downloadbare Worksheets zu einzelnen Themenbänden erstellt. Die sind nun auch bei Klett-Langenscheidt noch vorhanden, allerdings ziemlich versteckt. Um den Download zu erhalten, muss man das Ende der ISBN des betreffenden Buches eingeben (schlimme Hürde!).


So – nun bin ich gespannt auf andere Blogbeiträge zu diesem Stöckchen – ich habe bewusst die anderen bisher nicht gelesen (bis auf den von Herrn Mess), um nicht zu sehr beeinflusst zu sein. Und natürlich bin ich neugierig auf die Beiträge zum kommenden EDchatDE am Dienstag, 25. August 2015. Da begegnen wir uns dann, oder?

P.S.: Ich nominiere niemand weiteren hier – denn die Zeit ist einfach zu knapp.

Illustration: School vector designed by Freepik

LdLMOOC2 – ein Rückblick


Dieses Forum war für über acht Wochen (22.09. bis 01.12.2014) die virtuelle Heimat des LdLMOOC2, des offenen Online-Kurses zum Unterrichtsprinzip “Lernen durch Lehren” nach Jean-Pol Martin.

Der MOOC war für mich voller interessanter Erfahrungen—sowohl Herausforderungen, die ich mir gesucht hatte (-> exploratives Verhalten), als auch solche, die unerwartet auf mich zukamen (schließlich bewältigt aufgrund erworbener Explorationskompetenz).

Der Artikel ist gegliedert in:
Herausforderungen
Erfolge
Zukunft

Herausforderungen

Herausforderung 1: Vorbereitung des MOOC

… durch Bereitstellung von Strukturen und Verbreitung von Werbung. Mitte August 2014 begann ich mit der Einrichtung des Forums bei mixxt.de und gleichzeitig des LdLMOOC2-Blogs, das zur dauerhauften Dokumentation der Ergebnisse dienen soll. Sowohl das Forum als auch das Blog sollten schon durch ihre Struktur die geplante Struktur des MOOC widerspiegeln und so das Angebot transparent und die Bedienung einfach wirken lassen.

Herausforderung 2: Werbung für den LdLMOOC2

Um den MOOC möglichst vielen potentiellen Interessenten bekanntzumachen, entwarf ich einige Flyer bzw. Poster, verbreitete sie bei Twitter, Facebook und Google+, im Forum, hier im Blog mit Hilfe von emaze.com, im Meta-Blog medium.com (wo auch dieser Blogpost veröffentlicht ist) an virtuellen Pinnwänden (tackk.com war mir neu) und—in ausgedruckter Form—auch an realen Aushangbrettern … und rief meine durch Jean-Pol Martin gewonnenen Mitstreiterinnen und Mitstreiter zur Unterstützung auf, was auch tatkräftig aufgegriffen wurde.
Unerwartete professionelle Hilfe bekamen wir von Jürgen Wagner vom Landesinstitut für Pädagogik und Medien des Saarlandes, der zur Ankündigung unseres MOOC sogar ein Webinar einrichtete, es bewarb und damit eine weitere Plattform schuf, auf dem der Kurs bekanntgemacht werden konnte.

Herausforderung 3: Google+ Hangouts on Air (HoA)

Am Anfang meiner Vorbereitung hatte ich mit HoA noch überhaupt keine Erfahrung gehabt. Ich hatte zwar schon einige Male zugesehen, wie andere einen Live-Hangout bestritten, aber mit den technischen Voraussetzungen und der Durchführung eines Hangouts hatte ich keine Ahnung.

Zum Glück gibt es auch zu diesem Thema zahlreiche Tutorials auf YouTube, so dass ich nach einiger Zeit nicht nur einen Hangout planen und starten konnte, sondern auch die Einblendung eines Namensschilds (mit Logo) bewältigte—und später dann die Einweisung der anderen Panel-Mitglieder, die zum Teil gerade so ahnungslos waren wie ich.

Mit vereinten Kräften gelangen nach und nach die fünf Hangouts sehr gut, wenn es auch immer wieder einmal technische Probleme gab, die zum Teil mit der Hardware der Teilnehmer zusammenhingen, zum Teil mit den Feinheiten, die beim ScreenSharing zu beachten sind (wenn man die Inhalte des eigenen Monitors an die Zuschauer übertragen will).

Die fünf in diesem MOOC entstandenen Videos sind in dieser Playlist hintereinander gereiht, und alle fünf sind voller hörens- und sehenswerter Aspekte von LdL.

Herausforderung 4: Koordination der Panel-Mitglieder

Die vollständige Liste der Panel-Mitglieder umfasst (in alphabetischer Reihenfolge) folgende illustre Namen: Susanna Benndorf, Prof. Dr. Marcus Birkenkrahe, Prof. Dr. Dr. Hans-Joachim Jürgens, Monika E. König, Prof. Dr. Jean-Pol Martin, Donatella Migliore, Angelika Mogk, Peter Ringeisen, Marc Schakinnis, Isabelle Schuhladen Le Bourhis, Anita Schuler, Sabine Strauss, Lena Zauner.
Der Großteil davon war von Jean-Pol Martin schon weit vor Beginn dieses MOOC für die aktive Teilnahme gewonnen worden, doch immerhin fünf davon haben sich mehr oder weniger spontan bereit erklärt oder angeboten, einzuspringen oder zusätzliche Aspekte einzubringen, so dass keine Lücken in den Hangouts entstanden und der Kurs sogar noch abwechslungsreicher wurde, als er ohnehin gedacht war. Dafür besonderen Dank!
Ein extra Dankeschön an Raffaelina Rossetti, die ihre Unterlagen (die Visualisierungen, die sie im LdLMOOC1 erstellt hatte) zur Verfügung stellte und mit Susanna Benndorf besprach, damit diese ihren Part im ersten Hangout übernehmen konnte.
An alle Panel-Mitglieder hier ausdrücklich meinen herzlichen Dank für die freundliche und unkomplizierte Kooperation, für die bereichernden und originellen Beiträge und fürs virtuelle Kennenlernen—es war mir wirklich eine Freude!

Herausforderung 5: Motivierung des Kurses zu aktiver Beteiligung

Kurz und bündig: An dieser Aufgabe habe ich mir die Zähne ausgebissen. Der Kreis der aktiv Beteiligten blieb klein—von den 68 im Forum gemeldeten Teilnehmern haben nur etwa zehn Prozent (anfangs etwas mehr, später weniger) Beiträge im Forum eingestellt und sich auf Kommunikation dort eingelassen. Es waren meist mehr Beiträge von Panel-Mitgliedern zu lesen als von Kursteilnehmern. Woran es letztlich lag, dass die aktive Beteiligung gering blieb, weiß ich immer noch nicht, denn auch die Umfrage am Schluss des MOOC brachte keinen Aufschluss (Beteiligung: 20 Personen). Ich habe sagen hören, dass dies eine bei MOOCs häufig anzutreffende Beteiligungsquote sei—nun ja, getröstet hat mich das nicht. Dass so wenige überhaupt bereit waren, in Kommunikation mit uns, den Veranstaltern, zu treten, das finde ich immer noch enttäuschend. Aber genug davon und stattdessen zu Erfreulicherem.

Erfolge des LdLMOOC2

Auf mehreren Ebenen war dieser MOOC ein Erfolg.

• Der LdLMOOC2 hat zur Verbreitung des Unterrichtsprinzips “Lernen durch Lehren” beigetragen, sowohl durch das Forum als auch durch die Hangouts (die verschiedenen Versionen der Videos haben zusammengezählt 881 Aufrufe zu verzeichnen) sowie die begleitenden Tweets unter dem Hashtag #ldlmooc2. Weitere Öffentlichkeitswirkung hat das Webinar (LPM Saarland/Jürgen Wagner) entfaltet.

• Der LdLMOOC2 hat überzeugte Anwender von LdL zusammengeführt, die aufschlussreiche und anschauliche Beispiele für den Erfolg von “Lernen durch Lehren” in den Hangouts und im Forum einbringen konnten. Dadurch hat sich außerdem der Horizont der Einzelnen zusätzlich geweitet, so dass sie in Zukunft auf noch breiterer Basis über die Anwendung von LdL sprechen können, um so weitere interessierte Kolleginnen und Kollegen für dieses Unterrichtsprinzip zu gewinnen.

• Im Verlauf des LdLMOOC2 hat sich immer mehr die Überzeugung verfestigt, dass es ein sinnvolles Verfahren ist, eine Schulklasse, die mit LdL arbeiten soll, zuerst mit der zugrundeliegenden Theorie vertraut zu machen. Diese von Laura Cau ins Spiel gebrachte Vorgehensweise wurde von den im MOOC vertretenen Lehrkräften in ihren Klassen umgesetzt. Besonders engagiert ging dabei Isabelle Schuhladen de Bourhis vor, die ihre Schülerinnen und Schüler in einer 8. Klasse an der Realschule nicht nur Visualisierungen erstellen ließ (s. Hangout-Video an dieser Stelle), sondern die ihre Klasse so davon begeisterte, dass die theoretischen Grundlagen von den Schülerinnen und Schülern sogar dem gesamten Lehrerkollegium vorgerstellt wurden.

Erfolg außerhalb des LdLMOOC2

Prof. Dr. Dr. Hans-Joachim Jürgens, Leiter der Literatur- und Mediendidaktik am Germanistischen Institut der Universität Münster veranstaltete am 29. und 30. Nov. 2014 eine LdL-Tagung in den Räumen seines Instituts, die viele interessierte Studenten, Lehrkräfte und Dozenten zusammenbrachte, aber auch viele Referenten aus unterschiedlichen Bereichen. Dieses Zusammentreffen, bei dem sich etliche Aktive des LdLMOOC2 zum ersten Mal persönlich kennenlernten, andere dagegen vertraute Gesichter wiedersahen, brachte nicht nur ein breites Spektrum an Anwendungsszenarien für LdL an die Öffentlichkeit, sondern legte durch die positive Atmosphäre auch eine Basis für mögliche zukünftige Zusammenarbeit und Synergie-Effekte.

Zukunft der LdLMOOCs

Es wird schon bald einen weiteren MOOC zu LdL geben, #LdLMOOC3, und zwar veranstaltet von Prof. Jürgens. Auf gewinnbringende, innovative Ideen zur Umsetzung von “Lernen durch Lehren” nach der Theorie von Jean-Pol Martin, der die LdLMOOCs durch seine kreativen, charmanten Impulse voller Energie begleitet, können wir uns jetzt schon alle freuen—im Frühjahr 2015 wird es soweit sein.


Ich bin froh, die Herausforderung, den LdLMOOC2 zu organisieren, angenommen zu haben — es hat Spaß gemacht (acht Wochen Flow), und ich habe viel gelernt. Herzlichen Dank an Jean-Pol Martin und alle anderen!

Für Fragen zum LdLMOOC2 oder zu LdL stehe ich auf Twitter jederzeit zur Verfügung, und zwar unter dem Twitternamen @vilsrip

Peter Ringeisen

LdLMOOC2 steht vor der Tür

Am 22. September 2014 beginnt der zweite LdLMOOC mit einem Hangout über die Theorie zu “Lernen durch Lehren” (17-18 Uhr).

Zur Anmeldung zu diesem Online-Kurs genügt die Registrierung auf dieser Plattform: http://ldlmooc.mixxt.de

Was bis zum 1. Dezember dort geboten ist, sieht man hier:

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40. #EDchatDE: Inhalte eines Twitter-Chats

Werbung für #EDchatDE no. 40

Zunächst zum Grundsätzlichen:

#EDchatDE Badge

Was ist eigentlich #EDchatDE?

  • Es handelt sich um einen Twitter-Chat für Lehrende (Schule, Hochschule, sonstige Erwachsenenbildung), der in Deutsch (überwiegend) und in Englisch durchgeführt wird
  • Strukturiert wird die Stunde (20-21 Uhr, Dienstag) durch acht Fragen, die im Abstand von einigen Minuten getwittert werden; sie sind gekennzeichnet durch die vorangestellte Kennung “F1″ bis “F8″ (bzw. in der englischen Übersetzung “Q1″ bis “Q8″).
  • Bei der Antwort auf die Fragen wird darum gebeten anzugeben, auf welche Frage man sich bezieht, indem man “A1″ bis “A8″ voranstellt (“A” für “Antwort”/”Answer”).
  • Nicht vergessen: Bei allen Beiträgen zum Twitter-Chat muss das Hashtag #EDchatDE mitgetwittert werden, sonst wird der Beitrag im Stream nicht von allen wahrgenommen.
  • Die Verwendung von TweetDeck empfiehlt sich, um die mit #EDchatDE getaggten Tweets herauszufiltern und das (mitunter) hohe Tempo des Chats mitzuverfolgen.
  • Neueinsteiger sollten nicht den Ehrgeiz haben, jeden einzelnen Tweet zu lesen, denn das wäre manchmal schwierig. Man muss auch nicht auf jede Frage antworten, wenn einem das zu stressig ist – zuerst einfach nur mitzulesen kann auch interessant sein.
  • Begründer und Stamm-Moderatoren des #EDchatDE (nach dem Vorbild des amerikanischen #edchat) sind André Spang und Torsten Larbig; zum Hintergrund-Team gehören @frandevol (Tweet-Protokolle),  @gcierniak (Statistik und deren Veranschaulichung in Smore-Plakaten) und ich (Übersetzung der Fragen und Themen für die Abstimmung ins Englische).

André Spang (@Tastenspieler) und Torsten Larbig (@herrlarbig), die den Twitter-Chat üblicherweise moderieren, überlassen im Sommer einigen Gastmoderatoren das Ruder. Beim ersten Termin (15.07.2014) moderierten Christine Skupsch (@iqberatung) und ich (@vilsrip) das Thema “Kollegen für den Einsatz digitaler Werkzeuge gewinnen” (“Getting colleagues to use digital tools”).

Über den Verlauf der Vorbereitung hat Christine Skupsch bereits auf ihrem Blog “Digitale Bildung” berichtet. Da ich mich mit ihren Eindrücken weitgehend identifizieren kann, verzichte ich auf eine Darstellung des Ähnlichen und präsentiere stattdessen eine Übersicht zur inhaltlichen Seite dieses #EDchatDE. Zur Aufarbeitung der Tweets habe ich Storify verwendet.
Im Folgenden sind die Tweets zu den einzelnen Fragen aufgeführt. Doppelungen durch Retweets sowie Begrüßungen und reine Zustimmung habe ich entfernt, so dass man sich tatsächlich auf die ausgetauschten Inhalte konzentrieren kann.
Wie man (hoffentlich) sieht, fand zu allen Fragen ein komprimierter Austausch an Informationen, Tipps, Meinungen und Unterstützungsangeboten statt, der umso beachtlicher ist, als sich das alles innerhalb einer knappen Stunde abspielt. – Vielen Dank an alle, die dabei waren!

Frage 1

Frage 2

Frage 3

Frage 4

Frage 5

Frage 6

Frage 7

Frage 8
Hier haben wir nach den Eindrücken gefragt, die die Teilnehmer von diesem ersten Summer Special hatten – und natürlich haben wir uns über das Lob sehr gefreut :-)

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Herzlichen Dank an meine Ko-Moderatorin, Christine Skupsch, an die hilfreichen Kolleginnen vom Support, @frandevol und @gcierniak, und an die #EDchatDE-Väter André Spang und Torsten Larbig!

LdL: Lernen durch Lehren – im MOOC

Am 9. Mai 2014 begann der #ldlmooc, der von Marc Schakinnis organisiert wurde, also ein “Massive Open Online Course” über die Unterrichtsmethode “Lernen durch Lehren”, die vom inzwischen emeritierten Eichstädter Französisch-Didaktiker Prof. Dr. Jean-Pol Martin entwickelt, erforscht und dokumentiert wurde. Das LDLMOOC-Blog befindet sich hier: ldlmooc: Das Blog, und das Blog von Jean-Pol Martin da: Jean-Pol Martins Weblog.

Der MOOC wurde strukturiert durch wöchentliche Hangouts (verlinkt im ldlmooc-Blog) sowie Wochen-Aufgaben (dto.). Ganz wesentlich geprägt wurde die Veranstaltung durch die Teilnahme, Ko-Moderation und Energie des Experten schlechthin, nämlich Jean-Pol Martin selbst. Er stand bei den Hangouts zur Verfügung, war stets als Ansprechpartner bei Fragen im Blog, auf Facebook und auf Twitter bereit, alles zu erklären, was die anderen Teilnehmer wissen wollten.

Sehr erfreulich war auch die Teilnahme von Laura Cau, die selbst als Schülerin von Martin am Eichstädter Gymnasium seinen LdL-Unterricht erlebt und erfahren hat, und die nun ihrerseits als Lehrerin (zur Zeit im Referendariat) diese Unterrichtsmethode praktiziert. Sie ist sozusagen der lebende Beweis (genauer gesagt: einer von vielen) dafür, dass LdL nicht nur vom Entwickler der Methode durchgeführt werden kann, sondern auch von anderen engagierten Lehrkräften.

Bei den Wochenaufgaben ging es – nach LdL-Prinzip – darum, lehrend sich gegenseitig beizubringen, wie LdL funktioniert, und dabei bzw. bei den Vorbereitungen dazu selbst zu lernen, wie es geht.

  1. Woche 1: Was ist LdL?
  2. Woche 2: Stelle ein spannendes Thema für eine begrenzte LdL-Unterrichtseinheit vor. Dabei soll der Stoff noch als undidaktisierte Stoffsammlung dargestellt werden.
  3. Woche 3: Erstelle ein YouTube-Video, das es einem Lehrer ermöglicht, zusammen mit der Stoffsammlung aus Woche 2 eine LdL-Einheit zu unterrichten.
  4. Woche 4: Erstelle eine Peer-Review eines von einem anderen Teilnehmer erstellten Videos in Woche 3.
  5. Woche 5: Nachholwoche für noch nicht eingereichte Wochenaufgaben
  6. Woche 6: Zusammenfassung der eigenen Leistungen im Rahmen des MOOC und Feedback über die Veranstaltung

Für mich persönlich war die Teilnahme am ldlmooc sehr gewinnbringend, da er mir den Anstoß gab, einen neuen Versuch mit LdL in einer meiner Klassen zu machen. Ich hatte vor ca. 15 Jahren bereits mit LdL gearbeitet, allerdings war meine Kenntnis der Methode und der dahinter stehenden Theorie noch etwas oberflächlich (vgl. Mindmap von 2000). Da ich seither die Aktivitäten Jean-Pol Martins über das Internet verfolge (Twitter, Facebook), habe ich einen wesentlich besseren Eindruck davon gewonnen, wie LdL bei ihm im Unterricht ablief, unter anderem durch die Videos, die mit einer Studentengruppe um Prof. Dr. Christian Spannagel von Lutz Berger produziert und ins Netz gestellt wurden:

Nun habe ich den Englischunterricht in einer 9. Klasse Gymnasium in den letzten Unterrichtswochen des Schuljahrs auf LdL umgestellt, und die Schülerinnen sind bisher sehr motiviert. Vor allem plane ich, den Englischunterricht der Q-Phase in Zukunft nach dem LdL-Prinzip zu gestalten.

Meine für die Wochen-Aufgaben 2/3 erstellte Unterrichtseinheit ist ein Beispiel dafür, wie das in einer Q11 oder auch Q12 aussehen könnte:

Die wesentlichen Gedanken, auf denen “Lernen durch Lehren” beruht, hat Jean-Pol Martin in einem Aufsatz 2009 zusammengefasst, der auf Wikiversity zugänglich ist: “Lernziel Partizipationsfähigkeit und Netzsensibilität”. Da die wenig formatierten Einträge der Wikiversity durch ihren breiten Spiegel nicht besonders lesefreundlich gestaltet sind – und um mir selbst klarzumachen, was in diesem Aufsatz drinsteckt -, habe ich dazu eine Visualisierung auf Prezi erstellt:

Nochmals zurück zum MOOC: Ob das “M” für “massive” tatsächlich gerechtfertigt ist, sei dahingestellt – aber es geht ja im Wesentlichen nicht um die Anzahl der Teilnehmer, sondern “MOOC” ist eine Bezeichnung für das Format. Für die Interaktion zwischen den Teilnehmern war es wohl eher günstig, dass es eine überschaubare Zahl war, die sich aktiv beteiligte. Eine sehr schöne Bereicherung waren die Hangouts, die das Ganze persönlicher und nachvollziehbarer machten, dabei auch die erfrischende Art von Monika König, die sich bereit erklärte, als “Twitterfee” sich immer wieder einzuschalten und Fragen aus Twitter an die Hangout-Beteiligten weiterzugeben.
Der Hangout der 4. Woche zeigte, wie LdL auch an der Universität eingesetzt werden kann, wie Prof. Dr. Hans-Joachim Jürgens anschaulich erklärte.

Herzlichen Dank an alle Beteiligten!

Nachtrag:
Dankbar bin ich auch Philippe Wampfler und Martin Lindner für einige kritische Anmerkungen und einen Meinungsaustausch über LdL in der FB-Gruppe des LDLMOOC; dadurch hat sich manches auch für mich geklärt. Beide halten LdL (mit etwas unterschiedlichem Ansatz) für nicht “ideal”, aber Martin Lindner stellte fest: “Was ich an LdL gut finde, ist gerade der abgebrüht-pragmatische Aspekt: Man kann das hier, jetzt und sofort innerhalb des vorgegebenen Settings machen, weil man dessen Struktur aufgreift” (FB-Gruppe “Lernen durch Lehren”, 31. Mai 2014, 22:17). Diese Einschätzung ist mir sehr sympathisch.

… und wie alles endete

Wieder mehr als ein Jahr vergangen … und das Comenius-Projekt ist zu seinem guten Abschluss gekommen.

T-Shirt für die Amberger Projektwoche "S4T"

T-Shirt für die Amberger Projektwoche "S4T"

Zur Erinnerung: In unserem Projekt “Spotlights for Tolerance” (ja, “on” wäre natürlich auch eine schöne Präposition gewesen, aber “for” ließ sich im Acronym so schön als Zahl schreiben: S4T) ging es darum, dass wir während der Projektwoche im jeweiligen Partnerland zwei Szenen für die Schultheaterbühne entwickeln, die mit dem Thema “Toleranz” zu tun haben, und außerdem sollte natürlich die ganze Projektwoche (mit Besichtigungen und gemeinsamen Feiern) das Thema widerspiegeln und in den Schulalltag der beteiligten fünf Schulen hineinstrahlen.

In der letzten Oktoberwoche 2012 waren wir alle in Sibiu (Hermannstadt) in Rumänien. Auch dort wurden wir (nach Chojnice/Polen und Salihli/Türkei) sehr herzlich aufgenommen und durch ein reichhaltiges Programm verwöhnt. Die Kolleginnen und Kollegen der dortigen Schule hatten die Theaterszenen so geplant, dass wir zu Dreharbeiten zum Drakula-Schloss (Bran) fahren mussten – eine eindrucksvolle Abwechslung zu der eher nach Donaumonarchie aussehenden, gepflegten und kultivierten Stadt Sibiu.
Der für mich eindrucksvollste Teil des “Beiprogramms” war der Besuch einer Theateraufführung … wobei “Besuch” etwas irreführend ist. Das Theaterstück “A Streetcar Named Popescu” spielt tatsächlich in einer aus zwei Wagen bestehenden Trambahn. Und während wir alle zusammen in Richtung eines außerhalb gelegenen Dorfes auf den Schienen davonschaukelten, spielten mitten zwischen den Sitzreihen die Profis des Stadttheaters von Sibiu dieses etwas surreale Stück von Gavriil Pinte, in dem es um die Biographie des Dichters Cristian Popescu geht. Der zweite Akt spielt dann vor der haltenden Straßenbahn an der Dorfhaltestelle, und zum dritten Akt steigt man in den anderen Wagen und erlebt die Handlung während der Rückfahrt mit. “Erleben” ist der passende Ausdruck, denn die Schauspieler sprechen in einem Sprachengemisch: Rumänisch, Deutsch, Französisch, zum Teil auch Englisch – faszinierendes Gewirr, man bekam zwar ein Skript zum Mitlesen, aber irgendwann musste man sich entscheiden, ob man alles verstehen, aber nichts sehen wollte, oder doch lieber sehen und dafür den Inhalt mehr erahnen; ich habe es nicht bereut, zugesehen zu haben.

Die ganze Projektwoche ist im Projektblog dokumentiert:

  • Project week #3 (Romania)
  • Schon vier Wochen später waren wir (mit einer anderen Schülergruppe) in Sizilien, wo der Empfang (man vergebe mir die Wiederholung) ebenfalls sehr herzlich war. Das “Tal der Tempel” bei Agrigent war hier einer der Höhepunkte, was die Sehenswürdigkeiten betraf – ein weiterer war das Essen, und ein dritter: das Wetter. Es war Ende November, und wir saßen nach dem Essen (ohne Jacke oder Pullover) auf der Terrasse und genossen einen Espresso. In der Woche bevor wir ankamen, wurde am Strand noch gebadet.
    Was in keinem anderen der Partnerländer so ausgeprägt war: Die Betonung der unterschiedlichen Nationalitäten, als deren Vertreter wir da waren, und der Freundschaft untereinander. Bei der Abschlussfeier traten italienische Schulkinder mit polnischer, türkischer, rumänischer, deutscher und italienischer Flagge auf, es wurden Gedichte in den Landessprachen rezitiert und ein kurzer Film mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Landes gezeigt – unsere Schülerinnen waren etwas verwundert über den Nationalmannschaftscharakter, der ihrem Team da zugeschrieben wurde, aber da alles mit großer Feierlichkeit und herzlichem Lächeln dargeboten wurde, ließen sich alle von dieser Zeremonie einfangen.
    Die ganze Projektwoche ist im Projektblog dokumentiert:

  • Project week #4 (Italy)
  • Im März 2013 schließlich kam der Schlusspunkt der Projekttreffen: Die Woche an meiner Schule in Amberg. Ich bin meinen Kolleginnen und Kollegen sehr dankbar für alle Unterstützung, und mit vereinten Kräften gelang es uns, die Schultheaterdarbietungen zum Thema Toleranz so abzurunden, dass ich sagen kann, ich bin sehr zufrieden damit.
    An Ausflügen konnten wir den Gästen Nürnberg und Regensburg bieten, und beide Städte gefielen ihnen gut. Die Amberger Gastronomie zeigte sich von ihrer besten Seite, sowohl bei der Bewirtung der ganzen Mannschaft am Mittag (ca. 60 Personen) als auch bei den Lehrerrunden am Abend.

    Um die in den vier vorherigen Treffen entwickelten Szenen in Amberg noch einmal präsent werden zu lassen, stellten Schülerinnen auf Deutsch und auf Englisch den wesentlichen Inhalt noch einmal kurz vor, begleitet von einer Prezi-Show, die das Ganze strukturierte und illustrierte (Prezi | Text).

    Danach folgten die in Amberg entwickelten Szenen, die ich zum Teil mitentwickelt und einstudiert hatte – zum weitaus größeren Teil aber meine beiden Schauspiel-Unterstützer, denen ich unendlich dankbar bin: Winfried Steinl, ein Vollblut-Theatermacher, auch wenn er schon pensioniert ist, und Anne Schleicher, die vor einigen Jahren in meiner Theatergruppe spielte und inzwischen Theater-, Film- und Medienwissenschaften studiert hat. Der Kern zum Gelingen lag schon in der Idee zu einer Art Hausaufgabe: Die Gäste wurden ein paar Wochen vor der Anreise gebeten, sich eine ganz kurze Spielszene auszudenken, in der sie die – ihrer Meinung nach – bekanntesten Klischees über ihr Land in übertriebener Weise darstellen. Diese kurzen Szenen spielten wir uns gleich am Anfang der Woche gegenseitig vor, und es war einfach herrlich, wie treffend und humorvoll die Teilnehmer die Vorurteile über ihr Land spielten. Einzelne Aspekte aus diesen Szenen wurden nun aufgegriffen und an eine Gruppe aus einem anderen Land zugeteilt, die ihrerseits, und in ihrer Sprache … aber bitte, wer sich dafür interessiert, soll sich doch bitte den Film ansehen (S4T/Amberg auf YouTube).

    Hatte ich unser Projekt-T-Shirt schon erwähnt? Vielleicht ist meinen geneigten Lesern schon einmal eine SheepWorld-Grußkarte oder sonst etwas aus dem Sortiment dieser Firma begegnet; die Inhaberin der Firma und Schaf-Künstlerin, Steff Rölz, hat in ihrer Schulzeit auch in meiner Theatergruppe gespielt und war daher gleich bereit, für unsere Projektwoche ein T-Shirt-Motiv zu entwerfen (siehe oben).

    Auch diese Woche ist natürlich in unserem Projektblog dokumentiert:

  • Project week #5 (Germany)
  • Ungewöhnliche Erlebnisse während der Woche waren nicht nur Interviews mit Zeitung und Lokal-TV, sondern zusammen mit meiner rumänischen Kollegin wurde ich sogar zu einer “Talk Show” eingeladen, in der wir von unserem Projekt erzählen durften. In der Tat, die Medien waren uns freundlich gesinnt (Medienberichte).
    A propos “Talkshow” … auch in Sizilien war ich bereits im dortigen Lokal-TV bei so etwas aufgetreten; ebenfalls eine besondere Erfahrung – wir waren in der Sendung “Due Amici al Bar”, die ihr Studio kurzerhand in die Partnerschule verlegte. Die besondere Herausforderung bestand darin, etwas Sinnvolles über das Projekt zu sagen, dabei aber nicht zu vergessen, die Gastgeber gebührend zu loben – und das natürlich aus dem Stegreif.

    Der Rest der Projektlaufzeit – von April bis Juli 2013 – wurde dafür genutzt, die Dokumentation des Projekts abzurunden und Feedback von allen Beteiligten einzuholen und auszuwerten. Neben dem Projektblog und dem YouTube-Channel war unsere Projektbroschüre eine wunderbare Sache, redaktionell umsichtig betreut von der rumänischen Schule. Hier fand alles Platz, was wir in den Projektwochen unternommen hatten und was an begleitenden Aktionen an den Schulen sonst noch stattgefunden hatte. Auch diese Broschüre ist online zugänglich:

  • Project Brochure (PDF)
  • Und schließlich war die Datenbank “European Shared Treasure” zu füllen, damit die Ergebnisse des Projekts zentral verfügbar sind. Unser Eintrag findet sich hier:

  • S4T on European Shared Treasure
  • Wenn man genau hinsieht, wird man rechts oben dort ein Sternchen entdecken und den Schriftzug “Star Project”. Ja. Man hat uns gelobt. Das hat mich gefreut.
    Noch mehr gefreut hat mich, wie gut alles geklappt hat, dass sich die vielen Stunden, in denen ich mich mit der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des Projekts beschäftigt habe, gelohnt haben in dem Sinn, dass Dutzende, wenn nicht Hunderte von Schülerinnen und Schülern mehr über das Leben in anderen Ländern erfahren haben, dass sie gesehen und erlebt und gespürt haben, dass – bei allen Unterschieden – vieles gleich ist, und dass Toleranz eine Tugend ist, die einem im ganzen Leben helfen wird.

    Ein Wort zum Begriff “Toleranz” zum Abschluss. Dieses schöne Wort leidet seit Ewigkeiten unter der Definition, die ihr Goethe verpasst hat: Toleranz sei nur “Erdulden”, und damit nichtswürdig. So haben wir das Wort natürlich nicht verstanden, sondern so, wie es in der “Declaration of Principles on Tolerance” von der UNESCO 1995 definiert wurde. Ich möchte nur den ersten Satz zitieren, obwohl natürlich die ganze Erklärung lesenswert ist:

    Tolerance is respect, acceptance and appreciation of the rich diversity of our world’s cultures, our forms of expression and ways of being human.

    Respect. Acceptance. Appreciation. Jawohl.

    Was bisher geschah …

    Eine lange Zeit ist seit dem letzten Blog-Eintrag vergangen – etwas über ein Jahr.

    Bei der Besichtigung von Ephesus

    Was diese fast dreizehn Monate hauptsächlich dominiert hat, war das Comenius-Projekt “Spotlights for Tolerance”, das ich im Winter 2010/11 vorschlug, für das ich Partner in vier Ländern fand, mit denen ich die Projekt-Idee weiterentwickelte, und das ich nun koordiniere. Möglicherweise weil wir uns vor dem Beginn des Projekts nie getroffen haben (wir waren für ein Vorbereitungstreffen zu spät dran), gab es vor allem am Anfang eine große Zahl an Details zu klären, untereinander zu kommunizieren und aufeinander abzustimmen – mit unseren Partnern in Italien, Polen, Rumänien und in der Türkei.
    Glücklicherweise – und auch dank der fachkundigen Beratung durch die beim ISB (Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung München) zuständige Mitarbeiterin – gelang uns der knapp fünfzigseitige Antrag an die jeweiligen Nationalen Agenturen, die von der EU mit der Durchführung der Programme für “lebenslanges Lernen” beauftragt sind, so gut, dass er in allen Partnerländern genehmigt wurde. Das bedeutete: Die finanziellen Mittel waren genehmigt und das Projekt konnte/kann durchgeführt werden.
    Von August 2011 bis Juli 2013 läuft unser Projekt “Spotlights for Tolerance (S4T)”, in dem es darum geht, mit den Schülerinnen und Schülern der beteiligten Partnerschulen Szenen für die Schulbühne zu entwickeln, in denen die Bedeutung der Toleranz und die verzerrende Wirkung von Vorurteilen sichtbar werden.

    Inzwischen haben zwei Projektwochen stattgefunden: im Oktober 2011 waren wir fünf Tage in Polen, im März 2012 sechs Tage in der Türkei. Und ob man’s glaubt oder nicht: Der Moment, an dem am ersten gemeinsamen Abend in Polen offensichtlich wurde, wie problemlos die Jugendlichen aus so unterschiedlichen Ländern miteinander umgingen und dass dieses Projekt schon zu diesem Zeitpunkt ein Erfolg war, gehört mit zu den glücklichsten meines Lehrerlebens.
    Die Projektwochen sind in einem eigenen Blog dokumentiert – wer mag kann hier gern nachlesen:

    Dort jeweils auch Fotos und bewegte Bilder.
    Inzwischen freuen wir uns auf die Projektwochen in Rumänien (Oktober 2012) und in Italien (November 2012) – und wir sind mit der Planung des abschließenden Treffens zu Hause in der Oberpfalz beschäftigt (März 2013).

    Hier ist die Prezi für die Auftaktveranstaltungen an den einzelnen Schulen:

    Christian Spannagels Festival der ITG

    Die 8. Woche des OpenCourse “Zukunft des Lernens” stand unter dem Motto “Lernen kann doch jeder, oder? Über Kompetenzen und Bildung”.

    Der Experte in der Video-Session war Prof. Dr. Christian Spannagel, der Professor für Mathematik und Mathematikdidaktik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und Leiter des dortigen Instituts für Datenverarbeitung/Informatik ist. Wir sind uns zwar persönlich noch nicht begegnet, und doch meine ich, ihn ein wenig zu kennen – nicht nur durch über zwei Jahre Kontakt via Twitter und Blogartikel und -kommentare, sondern auch durch die Videos (etliche davon von Lutz Berger produziert) und Projekte, die im Zusammenhang mit “Lernen durch Lehren” entstanden sind, u. a. die “Maschendraht-Community” und die “Bildungsexpedition Deutschland”. Dabei war der erste Eindruck von der äußeren Erscheinung zunächst überraschend, da Christian Spannagel dem optischen Durchschnittsbild eines Mathe-Professors so gar nicht entspricht – doch wenn man auf seine begeisterte und sachlich kompetente Art eingeht, die beispielsweise in diesem Video vom educamp 2009 deutlich wird, treten Äußerlichkeiten schnell in den Hintergrund; und man kann sich vorstellen, dass die Heidelberger Studenten schon wissen, was sie an ihm haben, wenn man sich ansieht, wie er die Gaußsche Summenformel erklärt.

    Durch die Vertrautheit mit Christian Spannagels Erscheinung war es für mich auch keine Überraschung, dass er mit einem witzigen Foto (vom kurz davor besuchten Wave-Gothic-Treffen in Leipzig) in seinem Blog auf das “Festival der Informationstechnischen Grundbildung” einlud, das in der Form einer “massiven synchronen Online-Kollaboration” stattfinden sollte – allerdings auf der Basis einer vorbereitenden Diskussion auf jeweils einem Unterthema gewidmeten Etherpads. Bevor ich zum Inhaltlichen komme, zuerst noch eine Anmerkung dazu, warum ich überhaupt über Christians Äußeres Bezug nehme: Die Anregung dazu kam von “daspi”, der in seinem Blog “LEhRNEN” über die Einlassung dazu von Sabine Hueber in ihrem Blog “designeon” schreibt.

    Endlich zum Inhalt: Ich hatte mich im Vorfeld für die Frage interessiert, ob die Medienkompetenz der Schüler in einem eigenen Fach gestärkt werden soll oder ob die Beschäftigung mit diesen Dingen als Teil des Fachunterrichts, also integriert in die einzelnen Fächer, geschehen soll. Die im Etherpad geleistete Vorarbeit war hier recht umfangreich, vor allem auch durch Walter Böhme, der in seinem Blog das Wesentliche dokumentiert hat.
    Die Live-Session bestand dann zu einem Großteil aus der angekündigten “Online-Kollaboration”, bei der etliche Teilnehmer in den sechs verschiedenen Etherpads sowohl im Textbereich (links) als auch im Chat-Fenster (rechts) sich über die inhaltlichen Aspekte austauschten und versuchten, zu einem konsensfähigen Resultat zu kommen. Das war nicht immer ganz einfach, zum Teil aus inhaltlichen Gründen, zum Teil aber auch (anscheinend) wegen der Technik. In meiner Gruppe lief es nach meinem Eindruck relativ gut – die Teilnehmer warteten meist ab, bis im Hauptfenster eine Änderung zu Ende geschrieben war, bevor sie Ergänzungen oder Einwände hinzufügten. Wenn sich einzelne Beiträge kreuzten, so auch im Chat, sorgte das für etwas Irritation, war aber eigentlich kein Problem. Dass es so ähnlich auch mit engagierten Klassen funktionieren kann, habe ich an meiner Schule erlebt.
    Mein Fazit, das ich als “Long Tweet” für Twitter nochmals zusammengefasst habe:

    Die Mehrheit der Teilnehmer war sich einig, dass die Medienkompetenz nach einem einjährigen Fach-Unterricht, in dem die Grundbegriffe vermittelt werden sollten (Jahrgangsstufe 5), in sämtlichen Fächern verankert gehört. Die Benutzung von Wikis etc. wird mit der Zeit so normal sein wie im vergangenen Jahrhundert das Schreiben in Heften. – Die speziellen Inhalte von Informatik (Geschichte des Computers, Einblick ins Programmieren) sollte nicht für alle verpflichtend sein, sondern kann einerseits als Wahlfach angeboten werden, andererseits (etwa im mathematisch-naturwiss. Zweig eines Gymnasiums oder entsprechenden Schulformen/-ausprägungen) als verpflichtend (8./9. Jahrgangsstufe).

    Insgesamt hat mir die Sache gut gefallen, besonders wegen der aktiven Einbeziehung der Teilnehmer. Dass nicht alles technisch einwandfrei geklappt hat, ist zwar schade, aber schmälert den Gesamteindruck für mich nur wenig. – Herzlichen Dank, Christian, für deine umfangreiche Vorbereitung dieses “Festivals”!

    Ein ähnlich positives Resüme ziehen u. a. Volkmar Langer und (mit anderer Gewichtung) Florentina Sauerbach.

    Ich möchte mit einem Gedicht von Taylor Mali schließen, in dem es darum geht, was sowohl beim Frontalunterricht als auch beim Projektlernen oder selbstgesteuerten Lernen unerlässlich ist: “Undivided attention.” Auch Taylor Mali war zunächst Lehrer, bevor er sich hauptsächlich der Schriftstellerei bzw. der Slam Poetry zuwandte.

    Die in diesem Artikel verlinkten Blogs und Videos sind in dieser Bundlr-Übersicht zusammengestellt:
    Vils-Postille zu opco11-Woche 8

    The Future of Learning

    (To those of you who have already read the German version, “Zukunft des Lernens”: Diagnose und Therapie: most of this blogpost is the same – but there are new elements as well, in particular Steve Wheeler’s fabulous slideshow presentation at the bottom.)

    For speakers of German, a very interesting OpenCourse started six weeks ago. It is called “The Future of Learning” (see the German agenda here: OpenCourse “Zukunft des Lernens”). It has been set up and organised by lecturers and professors at the University of Frankfurt a. M. (Veranstalter: Dr. Jochen Robes et al.); week 6 was to be on the topic “Where are we standing today: User and Learner Scenarios”.

    As for all of the eleven weeks, there was one live event, streamed and recorded, in this case there was Prof. Dr. Rolf Schulmeister (Universität Hamburg) in front of his webcam. Schulmeister was also the prominent author on the reading list for that week (four out of nine titles), e.g. with his essay “Is There a Net Gener in the House? Dispelling a Mystification. (eLeed – eLearning and education, Nr. 5, Juli 2009) (see note at the bottom of this post).
    The recording of his lecture (with a question and answer round at the end) is available online, only in German though (Schulmeister lecture recording).

    Unfortunately, I couldn’t attend the live session, and when I watched the recording, I noticed to my disappointment that the only point Schulmeister seems to have been trying to make was that there is no “net generation” – he seems to have made “dispelling this mystification” his mission, ever since he started researching that particular topic several years ago (as regards the wide field of e-learning, he is one of the most experienced scholars in Germany, with a list of publications spanning almost two decades).

    What I can’t understand is that somebody as learned as Prof. Schulmeister is spending so much energy on proving that today’s youth are not the “Digital Natives” that were once expected in some very enthusiastic publications at the beginning of the web2.0 development. Today’s young people – at least the ones I teach at secondary school in Southern Germany – are not proficient in the use of every platform on the web, nor are they experienced enough in judging how trustworthy the websites are that they find via Google.

    Around ninety per cent of my pupils between 13 and 18 years of age are on Facebook, they love YouTube, and they use Wikipedia. That’s why I call them my FaYoWi generation – if I really need a label (actually I don’t). Only one of the 60 pupils between 15 and 18 that I teach this year used to use Twitter (there are a couple more now since I showed them what it’s good for), none of them had heard of Prezi or Glogster or Wallwisher … all of which is not just their fault, of course, but also mine, and my colleagues’.

    What I think is necessary if school education is to include the internet more sensibly (which is an unavoidable development in my view), are three things:

    1. a curriculum which not only provides a basis for web competencies (judging reliability of content, using sites that enable them to work productively and collaboratively, awareness of privacy issues), but also offers principles of teaching that integrate the sensible use of the web for research and display of results, making collaboration and sharing a matter of course;
    2. technical equipment that enables teachers and pupils to work in such a way;
    3. more interest and much better web competencies on the side of the majority of teachers.

    This is going to take time. My guess: two more decades. – It is true, even ten years ago nobody could have predicted how the Internet would develop, and how powerful Smartphones might become. But I think that the inertia of existing education systems and of those that have found their cosy places within those systems will make change very difficult.
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    Note: What I like about this article is Schulmeister’s admission that there is something more important than the question whether or not there is a “net generation” – it is his concern about the “Digital Divide”, the development of the web becoming the world of the affluent (cf. section 8). Precisely this ought to spur him on, trying to get the education systems to do their best to level the playing field in this respect, with computer equipment at affordable prices (subsidized), with equipment that can be borrowed at school labs, and – most importantly – by giving every pupil the same chance to become a proficient user and active participant in the web2.0.
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    Many thanks to Steve Wheeler for sharing the extraordinary presentation embedded below; he put it in a blog post on “New technology and the future of learning”, at his blog “Learning with ‘e’s”.

    “Zukunft des Lernens”: Diagnose und Therapie

    Die 6. Woche des OpenCourse “Zukunft des Lernens” (Veranstalter: Dr. Jochen Robes et al.) hatte das Thema “Wo wir heute stehen. Nutzungs- und Lernszenarien”.
    Als Referent für den live gestreamten Vortrag der Woche war Prof. Dr. Rolf Schulmeister (Universität Hamburg) vor der Webcam. Schulmeister war auch in den Leseempfehlungen zu diesem Thema schon gut vertreten (vier von neun Titeln), u. a. mit dem Text “Gibt es eine Net Generation?” (PDF) Erweiterte Version 3/Hamburg Dezember 2009). Die Aufzeichnung seines Vortrags (rund 60 Min.) ist online verfügbar.
    Da ich zum Live-Termin (Mittwoch, 17-18 Uhr) keine Zeit hatte, habe ich mir die Aufzeichnung des Vortrags zu Gemüte geführt – und musste enttäuscht feststellen, dass es Schulmeister offenbar um nichts weiter ging, als erneut den “Mythos” von der gewieften, in allen Anwendungen und Möglichkeiten des Web2.0 beschlagenen Generation der “Digital Natives” zu zerstören.
    In einem “long tweet” habe ich das so zusammengefasst:

    .@VolkmarLa Der “Widerspruch”, um den es hier geht (#schulmeister im #opco11 Livestream) resultiert (bei mir und einigen anderen Mitdiskutanten) aus der Enttäuschung über die Reaktion des Referenten. Das OpenCourse-Thema lautet “Zukunft des Lernens”. Schulmeisters Resümee (nach ca. 63 Minuten): “Unser System ist doch bankrott” (das bezieht sich in diesem Kontext zwar speziell auf das Lernverhalten von Studenten vor Prüfungen, ist aber nach meinem Eindruck durchaus auf seine Meinung über weitere Bereiche der Bildungslandschaft übertragbar). Ich kann keine Vision erkennen, die mit der “Zukunft des Lernens” zu tun hätte. – Ich schätze die Erfahrung und die Reputation von Prof. Schulmeister durchaus hoch. Umso betrüblicher erscheint es mir, dass er beinahe ausschließlich darauf abzielt, die Nichtexistenz einer “Net Generation” zu beweisen. – Geschenkt, Herr Schulmeister! Dass die heutigen Jugendlichen sich nicht wie die Fische im Wasser im Internet bewegen und genau das suchen und finden, was sie auf ihrer Entwicklung als Person im Allgemeinen und als Lernende im Besonderen fördert und zu neuen Erkenntnissen führt, das weiß ich aus der täglichen Erfahrung in einem bayerischen Gymnasium selbst, dazu brauche ich keine dann und dort veröffentlichten empirischen Studien aus Amerika. Was ich von einem Hochschullehrer zum Thema “Zukunft des Lernens” hören will, ist, wie wir es anstellen, dass das Internet der Bildung besser nutzbar gemacht wird. – Vielleicht ist das eine falsche Erwartung, weil Schulmeister evtl. mehr Empiriker als Didaktiker ist, dazu kenne ich seine Arbeiten zu wenig. Aber daher rührt die Enttäuschung – aus dem Widerspruch zwischen “Zukunft des Lernens” und dem Motto “Bleibt von der Kiste weg!” – Es ist nicht damit getan zu beklagen, die Jugendlichen beherrschten nur mehr “F-shaped scanning” und könnten nicht mehr lesen. Es geht darum, Aufgabenstellungen zu formulieren, die zum genauen Lesen zwingen, und andere Aufgabenstellungen, für die genau “F-shaped scanning” die richtige Bearbeitungsmethode ist. Wir wollten Konstruktives hören, nicht Destruktives. – Danke für die Aufmerksamkeit.

    Prof. Dr. Volkmar Langer (Hochschule Weserbergland) hat diesen Text in seinem Blog aufgegriffen und in Dialogform seine (weitgehend zustimmende) Sicht der Dinge eingefügt: Wo wir heute stehen – nicht jammern, sondern weiterdenken. – Vielen Dank für die Auseinandersetzung mit meinem Text!

    Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass es im Wesentlichen an drei Dingen mangelt:

    1. An einer Web-Didaktik, die nicht nur die Versiertheit im Benutzen der diversen inhaltlichen und methodischen Qualitäten des Web2.0 umfasst, sondern die vermittelten Kompetenzen sinnvoll für die Erarbeitung und Erschließung der Lehrplaninhalte integriert;
    2. an der technischen Ausstattung, die dafür nötig wäre;
    3. am Interesse und an der nötigen Web-Kompetenz der überwiegenden Mehrheit der Lehrkräfte.

    In dieser Reihenfolge (und überlappend) ist diese Situation auch anzugehen, meiner Meinung nach. Und es hat keinen Sinn, darauf zu warten, dass die Schüler sich das alles selbst erschließen, weil es so faszinierend ist. Mich verwundert immer wieder die Heranziehung des “Hole in the Wall”-Experiments von Prof. Dr. Sugata Mitra (Newcastle University) – das Setting dieses Experiments ist in keiner Weise mit dem zu vergleichen, was wir in unseren Schulen vorfinden. Die technischen Geräte, die den Kindern in einem Slum in Delhi zur Verfügung gestellt wurden, eröffnen diesen Kindern eine völlig neue Welt – während die Kinder in unseren Schulen überzeugt sind, diese Welt schon zu kennen, wenn sie einen Account bei Facebook haben, YouTube benutzen und bei Wikipedia nachschlagen. Ich habe diese Generation an anderer Stelle auch schon (noch ein Label!) als FaYoWi-Generation bezeichnet, nach den drei Websites benannt, die für die heutigen Kinder und Jugendlichen in Europa die Vielfalt des Internet erschöpfend zu beschreiben scheinen. Damit sind sie ausgelastet – und natürlich ist nicht alles sinnvoll, womit sie sich dort beschäftigen. Aber angesichts der Lage die Hände in den Schoß zu legen und zu sagen: “Die ‘digital natives’ gibt es nicht”, scheint mir eine zu resignative Reaktion zu sein.
    ———-
    Ergänzung:
    Was mir sehr gut gefallen hat, war der Erfahrungsaustausch auf dem von @_Rya_ eingerichteten Etherpad im Vorfeld. Im Moment steht eine Mitschrift zum Livestream-Vortrag am Anfang. Das, was ich meine, beginnt mit einem langen gelb hinterlegten Textblock. Vielen Dank an @anjalorenz und @lisarosa fürs Mitdiskutieren!