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1083, Bond Street – ein verschwundenes Buch?

Herr Rau schrieb (am 7. November 2005 bereits, aber von mir erst jetzt bemerkt) in seinem Lehrerzimmer-Blog über P. J. Hindle-Briscalls Roman 1083, Bond Street.
Er berichtet in seinem Eintrag darüber, dass er das Buch als Kuriosum erwähnt fand in einem “Buch mit Lustigen Weltrekorden oder Merkwürdigen Tatsachen – nicht das Guinness Buch der Weltrekorde, aber so etwas ähnliches. Es war vielleicht vom Schneider Buch Verlag, auf jeden Fall mit Pappeinband, ziemlich bunt”, in dem er (nichts zu suchen, das war sein Sinn) im Haus seiner Schwiegereltern blätterte.

Faszinierende Tatsache #1: In diesem Buch soll es darum gehen, dass sich im Laufe des Romans herausstellt, dass – nicht der Butler, nicht der Gärtner, sondern: der Leser der Mörder war.

Faszinierende Tatsache #2: Dieses Buch ist nirgends aufzufinden. Nein, es ist nicht vergriffen, sondern es wird behauptet, dass es niemals gedruckt wurde.

Suchmaschinen finden unter dem Namen des Autors andere Blogs, die Herrn Raus Eintrag aufgreifen, z. T. auch Einträge, die den Namen von Hindle-Briscalls Sohn Adrian enthalten. Etwas Interessantes, das ich heute dazu entdecke, ist ein Kommentar zu dem entsprechenden Eintrag im Blog Serendipita. Dort schreibt “max” am 23. April 2008:

hallo ich habe genau das gleiche schneider buch
die 5.auflage :smile:
auf seite 127 steht der artikel

Außerdem gibt es ein “In Memoriam Announcement” zum hundertsten Geburststag des Autors im Telegraph – leider nicht sehr aufschlussreich.

Und als weiterer Fund ist erwähnenswert: Ein Leser mit dem Pseudonym “Bücherschmetterling” hat im Booklookerforum nach 1083, Bond Street geforscht (Juni 2007) und dort die Fundstelle für dessen Existenz genannt:

die Behauptung über das Buch und den Schriftsteller findet man in dem Buch

“Tatsachen – Die verblüffendsten Rekorde der Welt – 4. Ausgabe”

Im selben Thread weiter unten berichtet er dann von der Antwort des Verlags und er zitiert:

Ich habe heute die Antwort vom Verlag bekommen.

Zitat: “…leider ist von den Redakteuren aus dieser Zeit niemand mehr an Bord … ich konnte NICHTS näheres herausfinden, als Sie sicher schon recherchiert haben! Ich gehen auch mal davon aus, dass es sich um eine Ente handelt. Hmmm … das ist nun aber schon 39 Jahre her – ne lange Zeit! Sorry, dass ich Ihnen keine bessere Antwort geben kann!…”

Oh – ich sehe gerade, Herr Rau hat bereits (14. Nov. 2005) die bibliographische Angabe gefunden – und sogar den Hindle-Briscall betreffenden Absatz eingescannt.

Hm.

Auf der Homepage der University of Western Australia gibt es ein öffentlich zugängliches Archiv (Callaway Centre Archive), in dem die Sammlung der Korrespondenz von Eileen Joyce aufbewahrt wird.

Eileen Joyce (1908 – 1991) was raised in a small country town in the goldfields of Western Australia. She was a concert pianist of international acclaim and lived in the United Kingdom for a large part of her life.

In der Abteilung “Eileen Joyce Collection: Series SER0009: Business Correspondence, 1947-1970: Accession Listing and Box List” befindet sich der Eintrag “File P.J. Hindle-Briscall of Dannhorn and Partners” – ohne weiteren Inhalt. “Dannhorn and Partners” wird übrigens ausschließlich dort von Google gefunden.

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