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Bits and pieces, oder: Ein bunter Teller

• Das Produktivitätssteigerungsblog “Zen Habits” bietet in einem Gastbeitrag von Greg Go 55 Ways to Get More Energy. Ich könnte im Moment etwas mehr Energie gut gebrauchen, wenn ich mir so ansehen, was sich auf meinem Schreibtisch türmt. Einige der Tipps scheinen mir für den Lehrberuf nicht so recht praktikabel – etwa der Rat, mitten am Tag die Socken zu wechseln, um sich frischer zu fühlen. Aber dafür richtet sich die Liste ja eher an Leute, die den ganzen Tag in einem Büro oder unterwegs verbringen.
Andere Ratschläge dagegen sind mir durchaus sympathisch (viel Wasser trinken; Beeren essen; sich nach der Körper-Uhr richten). Wieder andere sind sowieso schon Teil meines Alltags (Look on the bright side; Have a laugh). Mal sehen, wie es mit “Shed a few pounds” und “Get a good night’s sleep” klappt.

• January Magazine vermeldet, dass die Fortsetzung von “Catcher in the Rye” wahrscheinlich nichts als ein Scherz sei. Interessant. Ich hatte noch nicht mal von dieser Fortsetzung gehört. Soll angeblich nächsten September bei einem schwedischen Verlag erscheinen: “It’s not by Salinger, but by (ahem) a freelance travel writer, ‘former gravedigger and Ironman triathlete’ (what?) named John David California.” Ah ja.

• An der Universität Augsburg, meiner Alma mater, gibt es in diesem Sommersemester ein Seminar zum Podcasting: “KaffeePod: Ein Podcast erobert die Uni”: Es sollen “[Hörspiele] produziert werden, die informativ und gleichzeitig unterhaltend über den Alltag an einer Universität berichten. KaffeePod heißt das Ganze deshalb, weil der Dreh- und Angelpunkt aller Aktivitäten die Cafeteria der Uni ist.” Das hätte ich auch gern gemacht – und wenn Augsburg nicht so weit weg wäre, würde ich mal fragen, ob ich zuschauen darf.
A propos Podcast: Ich biete im kommenden Schuljahr ein P-Seminar für die G8-Oberstufe (Bayern) an, mit dem fantasievollen (von der Liste der ISB-Vorschläge stark inspirierten) Thema “Erstellung eines landeskundlichen Podcast-Reihe für den Englischunterricht der Mittelstufe”. Da werden wir natürlich interessierte Zuhörer brauchen, wenn es einmal soweit ist, dass es etwas zu hören gibt. Interessenten?

• “Auf der Suche nach dem Kapiertrieb” ist ein nicht mehr ganz taufrischer Artikel aus Zeit-Online (Okt. 2007), und doch wird er zur Zeit von twitter-begeisterten Didaktikern und Pädagogen amüsiert zitiert: “Hirnforscher beweisen: Erkenntnis macht Lust, Lernen ist wie Sex. Nur in der Schule ist die Neurodidaktik noch nicht angekommen”, so lautet der Untertitel. Hier stock’ ich schon. Was will ich mit dieser Hirnforscher-Erkenntnis anfangen, wenn meine Schüler Kinder sind? Ich bitte Sie.

• Zu Formulierungskünsten und zur trennenden Funktion von Fach- und Sondersprachen: Schon im Studium hat mich Hermann Bausingers sehr lesbares Büchlein über “Dialekte, Sprachbarrieren, Sondersprachen” fasziniert (zur Fernsehserie “Deutsch für Deutsche”, Fischer-TB 1972), und es fasziniert mich immer wieder, wie die abgrenzende Verwendung von Sonder- oder Gruppensprachen im Alltag an die Oberfläche tritt. Im Moment beobachte ich das bei einigen Diskussionen um, über und am Rande von LdL (Lernen durch Lehren). Da werden Ideen nicht verbreitet, sondern “diffundiert”; es geht nicht um Zusammenhänge, sondern um “Kohärenzen”. Ich will den Autoren gar nicht vorwerfen, dass sie diesen Wissenschaftsjargon verwenden, um sich bewusst gegen diejenigen abzugrenzen, denen Latinismen und Gräzismen nicht von den Lippen perlen. Ich möchte lediglich feststellen, dass mich dieser Stil nicht zum Lesen animiert – wobei ich nicht mit Gewissheit sagen kann, woher es genau kommt, denn völlig fremdwortfrei ist ja mein Stil auch nicht. Es mag eine Art geistige Bequemlichkeit sein, der es zuviel Mühe ist, zu der Bedeutung ‘Zusammenhang’, die in “Kohärenz” zweifellos enthalten ist, die weiteren Bedeutungen hinzuzudenken, die das Wort im Kontext seiner fachwissenschaftlichen Verwendung außerdem hat.

• Und schließlich: Wer immer sich nun über LdL informieren will, kann nicht nur die umfangreichen Informationen bei Wikipedia zu Rate ziehen, sondern kann bei Jean-Pol Martin selbst nachlesen, denn er hat in seinem Blog sämtliche Bestandteile und Überlegungen dazu (und zu seinem sonstigen Gedankengebäude) zusammengetragen. Ein sehr lebendiges und dynamisches Zusatzangebot stellt das LdL-Forum dar, in dem Erfahrungsberichte gegeben und Anfragen gestellt und beantwortet werden.

• Zu guter Letzt: Herr Rau erinnert sich an seine Schulzeit – und ich komme auch vor. Das freut das Lehrerherz :-)

3 comments to Bits and pieces, oder: Ein bunter Teller

  • > Einige der Tipps scheinen mir für den Lehrberuf nicht so recht praktikabel – etwa der Rat, mitten am Tag die Socken zu wechseln

    Wieso denn nicht? Das wär doch mal was Anderes. Ihr seid gerade bei einer äußerst anspruchsvollen literarischen Interpretation und du sagst einfach: “Just a moment, please, I’d like to change my socks.” Davon erzählen sich deine Schüler noch in zwanzig Jahren! ;-)

  • rip

    Oh ja! Das würde sich bestimmt gut machen. :-))
    Evtl. mit spontanen Varianten:

    “Shall I compare thee to a summer sock …”

    “Is this a sock which I see before me?”

    “I wandered lonely, without socks…”

  • Auch eine Anspielung auf “Holes” würde eine ganz neue Dimension bekommen ;-)