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OpenCourse 2011: Zukunft des Lernens (Woche 2)

Die OpenCourse-Veranstaltung “Zukunft des Lernens” hat eine ganze Reihe von Müttern und Vätern, wie man im Menüpunkt “Veranstalter” nachlesen kann: Dr. Jochen Robes, www.weiterbildungsblog.de, Claudia Bremer, Prof. Detlef Krömker, Ralph Müller, David Weiss, studiumdigitale (zentrale eLearning-Einrichtung, Goethe-Universität Frankfurt/M), in Kooperation mit dem Zentrum für Lehrerbildung und Schul- und Unterrichtsforschung der Goethe-Universität Frankfurt/M, Prof. Bernd Trocholepczy, und der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft (GMW).

Auf der Begrüßungsseite des dazugehörigen Internetauftritts wird erklärt, was ein “OpenCourse” eigentlich ist:

Ein OpenCourse ist vernetztes Lernen. Die Infrastruktur des OpenCourses ist offen und dezentral. Wir als Gastgeber bieten einen Anlaufpunkt und eine Agenda im Netz, organisieren Live-Sessions mit Experten und fassen Beiträge, Kommentare und Diskussionen zusammen. Sie als Teilnehmer lesen, kommentieren, stellen Fragen, diskutieren, „spinnen“ Ideen weiter. Sie tun das dort, wo Sie zu Hause sind: Ihr eigener Blog? Ein Facebook-Profil oder ein Twitter-Kanal? Wunderbar! Ansonsten ist ein OpenCourse die ideale Gelegenheit, sich mit diesen Werkzeugen vertraut zu machen. „Tags“ und RSS-Feeds sorgen dafür, dass keine Beiträge im Netz „verloren“ gehen.

Der elf Wochen umfassende Kurs gliedert sich in elf Wochen-Themen, die übersichtlich unter dem Menüpunkt “Agenda” abzurufen sind. Inzwischen sind wir schon mitten in der zweiten Woche. Ging es zu Anfang um “Warum sich etwas verändern muss: Lern- und Bildungsvisionen”, so sollen die über 700 Teilnehmer in dieser Woche sich selbst und gegenseitig zum Thema “Nicht ohne meine Community!
Social & Networked Learning”
fortbilden. Dieser Aspekt der Eigenaktivität, der motivationsgesteuerten Lernleistung durch Lesen und Anwenden, ist etwas, das den “OpenCourse” von der herkömmlichen Fortbildungsveranstaltung unterscheidet. Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass man am Schluss keine Teilnahmebescheinigung ausgehändigt bekommt – also weder einen Schein, den man dem Schulleiter unter die Nase halten kann, um die eigene Fortbildungsfreudigkeit zu dokumentieren, noch einen Beleg für die “Werbungskosten”-Abteilung der Steuererklärung.
Es ist zu befürchten, dass dies tatsächlich ein Kurs für Idealisten ist. Man nimmt hier teil, weil man selbst etwas dazulernen will.

Meine “Community”, also die Gruppe von Leuten, von denen ich mir gern Tipps geben lasse und mit denen ich mich gern austausche, hat sich in den letzten zwei bis drei Jahren gebildet, vor allem durch Twitter und Blogs. Mein eigenes Blog hier macht nur einen kleinen Teil der Interaktion aus – ich lege hier zum einen für mich selbst Ideen oder Links nieder, so dass es andererseits auch bequem ist, Gesprächspartner durch einen Link auf schon einmal Formuliertes hinzuweisen und so schneller ins Gespräch zu kommen. Bei der Kommunikation auf Twitter ist zwar durch die Vorgabe, innerhalb des 140-Zeichen-Limits zu bleiben, die Ausführlichkeit eingeschränkt, aber das senkt eben auch die Hemmschwelle für den Beginn eines Beitrags. Während man sich wegen chronischer Zeitnot möglicherweise scheut, einen Blogeintrag zu beginnen, bei dem man weiß, dass die gedankliche Strukturierung des Textes und die Formulierung eine gewisse Zeit dauern werden, kann man problemlos einige Tweets absetzen und etliche lesen – durchaus nicht alles ernsthaft und zu schulischen Themen, aber doch zu einem erstaunlich hohen Prozentsatz. Über weitere Aspekte der Community-Bildung im Internet habe ich im letzten Jahr schon gebloggt (hier und hier).

Zur Veranschaulichung mancher aktueller Probleme, denen eine Lehrkraft im Schulalltag gegenüberstehen kann, und wie man es anders und besser machen kann, habe ich vier kurze Videos auf einem Glog zusammengestellt; thematisch gehört das eher zu Woche 1 (“Warum sich etwas ändern muss”), aber ohne meine Internetkontakte hätte ich keines dieser Videos gefunden, was wiederum die Nützlichkeit meiner Community unterstreicht (Woche 2):

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