In einem sehr erheiternden und klugen Beitrag informiert uns das Bremer Sprachblog zum Thema “Public Viewing”. Neben einigen lesenswerten Sachinformationen erhält man u. a. Einblick darin, wie sich die Autoren der “Aktion Lebendiges Deutsch” durch bedenkenloses Abschreiben aus einem fehlerhaften Wikipedia-Eintrag blamiert haben.
Ich kann und will jetzt nicht den ganzen Artikel nacherzählen, aber ich kann sagen: Ich hab’s sehr genossen. Und als Appetithappen zitiere ich das Fazit des Artikels von Anatol Stefanowitsch:
Und was lernen wir daraus? Erstens, dass Public Viewing kein Scheinanglizismus ist — es ist lediglich ein Lehnwort, das im Deutschen eine engere Bedeutungsspanne hat als im Englischen. Wir können das Wort also bedenkenlos weiter verwenden. Zweitens, dass die Aktion Lebendiges Deutsch sich mit ihren Verbesserungsversuchen hinter regionalen Radiosendern anstellen muss. Einen Führungsanspruch bei Sprachnörgeleinen können sie daraus nur schwer ableiten. Drittens, dass es sich lohnt, Informationen aus der Wikipedia durch eigene Recherchen zu überprüfen. Denn wenn in der Wikipedia etwas Falsches steht, wird das normalerweise innerhalb von ein paar Tagen korrigiert. Aber wenn man aus der Wikipedia etwas Falsches abschreibt, bleibt es für immer falsch.
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