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Humour

Falls man nach der Lektüre von Kate Fox’s Watching the English zu der Erkenntnis gekommen ist, dass man den Schülern etwas mehr über den englischen Humor beibringen sollte, aber nicht weiß, wie … dann kann ich (nicht ganz unvoreingenommen) diese Anthologie empfehlen:

British Humour (München: Langenscheidt, 1999)

Das Schöne daran: Es ist eben nicht einfach eine dieser ha-ha-komischen Sammlungen von Witzen über Männer mit Bowler-Hats, sondern:

This collection includes short extracts from comedy shows on radio and television, monologues, situation comedy, sketches, poems, operetta, musicals, novels and Shakespeare’s plays. Form and style vary from nonsense rhymes to satire, light-hearted amusement to scathing wit.

Außer Shakespeare (mit einem Ausschnitt aus MND) kommen Werke folgender Autoren vor:
Miles Kington, Monty Python, Noël Coward, Gerard Hoffnung, George Mikes, John Cleese, Samuel Butler, Not! The Nine O’Clock News, Peter Sellers, Rowan Atkinson, Gilbert & Sullivan, Lewis Carroll, Roald Dahl, The BBC’s “Just a Minute” Team, Flanders & Swann, Charles Dickens, P. G. Wodehouse, Douglas Adams, Alan Bennett, Peter Ustinov and Julian Barnes; there are cartoons by Norman Thelwell, Tom Johnston, Pont and JAK.
In einer hübschen Dissertation, die bei Langenscheidt in der MAFF-Reihe erschienen ist, schreibt Bettina Raaf:

Es ist das Verdienst Ringeisens und Wades (1999), für den Unterricht eine Sammlung verschiedener Beispiele für British Humour … zusammengestellt zu haben, von denen viele noch nie Eingang in Unterrichtsmaterialien gefunden hatten: So finden sich unter thematischen Blöcken wie “Education”, “Politics in Britain” und “Nonsense” Ausschnitte aus humoristischen Radiosendungen, Sketche berühmter britischer comedians und viele Beispiele literarischen Humors. Den Ausschnitten ist jeweils eine kurze Einführung vorangestellt (p.165).

Nach diesem Lob wird dann bemängelt, dass “die Didaktisierung zu wünschen übrig lässt” (ib.), denn es würden kaum Anregungen für die eigene Textproduktion gegeben. – Da kann ich nur sagen: Selbst ist die Frau. Wenn man die Texte wenigstens schon mal hat, kann man auch so kreativ sein und sich selber ein paar super-duper Aufgaben dazu ausdenken.
Und – unter uns – ein paar kreative, produktionsorientierte Aufgaben sind schon drin – z. B. die Anregung, eine Runde “Just a minute” im Kurs zu spielen (mit Themenvorschlägen).

Update 2010: Das Buch ist jetzt endgültig vergriffen. Da es sich so zähflüssig verkauft hat, wurde es vom Verleger dem Aussterben überlassen. RIP.

Internet-Links zu diversen Humorthemen unter: Humour Rules

Bibliographische Angabe zur Dissertation von B. Raaf:

Raaf, Bettina. Humor im Englischunterricht. Münchener Arbeiten zur Fremdsprachen-Forschung, Band 11. Hg. Friederike Klippel. München: Langenscheidt ELT, 2005.